DRG-System

BVMed veröffentlicht Leitfaden zur "Sachkostenfinanzierung im aG-DRG-System 2020"

Der Bundesverband Medizintechnologie, BVMed, hat einen neuen Leitfaden zur "Sachkostenfinanzierung im aG-DRG-System 2020" veröffentlicht. Er erläutert die Vergütungsregelungen für Medizintechnologien im Krankenhaus nach der Ausgliederung der Kosten der Pflege am Bett. Der 32-seitige Leitfaden kann kostenfrei unter www.bvmed.de/drgs-2020 heruntergeladen werden. Am 5. März 2020 findet zudem ein praxisorientiertes BVMed-Seminar zum Thema "MedTech meets DRGs" in Berlin statt. Die DRG-Experten vermitteln nachhaltige Strategien zur Refinanzierung von Medizinprodukten im Krankenhaus. Programm und Anmeldung unter www.bvmed.de/events.

Mit dem Pflegepersonalstärkungsgesetz (PpSG) wurde die Ausgliederung der Pflegepersonalkosten am Bett aus dem DRG-System beschlossen. Die Ausgliederung wird 2020 erstmals umgesetzt. Mehr als 20 Prozent der Leistungen, rund 15 Milliarden Euro, werden aus den Fallpauschalen herausgelöst und in das Pflegebudget überführt. Die Finanzierung der Leistungen wird zweigeteilt. Zum einen in die leistungsbezogenen Fallpauschalen des neuen aG-DRG-Systems zuzüglich möglicher individueller Entgeltbestandteile wie Zusatzentgelte. Zum anderen in die selbstkostendeckenden, krankenhausindividuellen und tagesbezogenen Pflegeentgelte.

Entstanden ist ein vollkommen neues und nicht mehr mit den Vorjahren vergleichbares aG-DRG-System. Es wird voraussichtlich viele Jahre benötigen, die Systemgüte des bisherigen DRG-Systems zu erlangen. Hierbei bleibt die sachgerechte Abbildung der Medizintechnologien eine laufende Herausforderung für die Kalkulation. Die Inhalte des BVMed-Leitfadens sollen dazu beitragen, Unsicherheiten im Zusammenhang mit den neuen Regelungen zu vermeiden.

"Die bedarfsgerechte Versorgung der Patienten mit qualitativ hochwertigen Medizinprodukten muss und kann auch unter den neuen Bedingungen im Krankenhaus sichergestellt werden", so die Autoren des Leitfadens. Fortschrittliche Medizintechnologien führen zu einer besseren Ergebnisqualität und Versorgung der Patienten. Liegezeiten werden oft verkürzt und der Pflegeaufwand minimiert. Pflegekräfte werden durch die Anwendung pflegeunterstützender Technologien entlastet und diese Einsparungen im Pflegebudget mit berücksichtigt.
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