Gesundheitspolitik

BVMed regt baldiges Gespräch der Gesundheitsministerin mit den Verbänden der Medizinprodukteindustrie an

Der Bundesverband Medizintechnologie (BVMed) hat in einem Schreiben an Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt ein baldiges Gespräch der Ministeriumsspitze mit den Verbänden der Medizinprodukteindustrie angeregt. Die Medizinprodukteindustrie steht in Deutschland für über 110.000 Arbeitsplätze und rund 28 Mrd. DM Umsatz.

BVMed-Geschäftsführer Joachim M. Schmitt begrüßte in dem Schreiben aus Sicht der Industrie die Absicht der Ministerin, in einen offenen Dialog mit allen Beteiligten im Gesundheitswesen einzutreten, um eine Politik des Vertrauens zu betreiben.

Der BVMed fordert im Zusammenhang mit einer Neuausrichtung der Gesundheitspolitik insbesondere eine Kehrtwende in der einnahmenorientierten Ausgabenpolitik der Bundesregierung hin zu einer Orientierung am medizinischen Bedarf der Bevölkerung. Von den gesundheitspolitischen Rahmenbedingungen müsse insbesondere ein verstärkter Innovationsschub ausgehen, um neue Therapien und Medizintechnologien allen Patienten, die sie benötigen, ohne Verzögerung zur Verfügung zu stellen, so der BVMed.

Die notwendige Orientierung am medizinischen Bedarf werfe die Frage der Finanzierbarkeit des Gesundheitssystems auf. Wenn die Ministerin einen offenen Dialog mit allen Beteiligten im Gesundheitswesen führen wolle, dann müssten nach Ansicht des BVMed die Gesprächspartner aber auch bereit sein, über optionale Finanzierungsmodelle in der Gesetzlichen Krankenversicherung nicht nur nachzudenken, sondern sie auch einzuführen. Die Industrie sei bereit, sich daran konstruktiv zu beteiligen.
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