Forschung & Entwicklung

Neun Prozent des Umsatzes gehen in F&E

Durchschnittlich investieren die forschenden MedTech-Unternehmen rund 9 Prozent des Umsatzes in Forschung und Entwicklung. Der Innovations- und Forschungsstandort Deutschland spielt damit für die MedTech-Unternehmen eine besonders wichtige Rolle. Nach Aussage der Medizintechnik-Studie vom BMBF ist der Forschungs- und Entwicklungsanteil am Produktionswert in der Medizintechnik mehr als doppelt so hoch wie bei Industriewaren insgesamt.

Der Anteil Forschung treibender Unternehmen liegt in der Medizintechnik Branche mit 17 Prozent geringfügig unter dem Industriedurchschnitt von 20 Prozent, was auf die geringere Forschungsaktivität der zahlreichen Kleinunternehmen (bis 100 Beschäftigte) zurückzuführen ist. FuE ist in der Medizintechnik vor allem Sache der „Großen“. So vereinten die zehn größten Unternehmen in der Medizintechnik-Industrie, die im Jahr 2000 36 Prozent des Umsatzes und 22 Prozent der Beschäftigten ausmachten, rund 80 Prozent der internen FuE-Aufwendungen und des FuE-Personals. Dennoch ist FuE in der Medizintechnik nicht allein Sache der Großen: Kleinunternehmen mit weniger als 100 Beschäftigten erreichen FuE Intensitäten weit über dem Durchschnitt der Kleinunternehmen im verarbeitenden Gewerbe. Das FuE-Gefälle zwischen großen und kleinen Unternehmen fällt allerdings wesentlich steiler aus als in der deutschen verarbeitenden Industrie. Dies deutet darauf hin, dass die „Einstiegskosten“ (Personal- und Kapitalbedarf) für FuE in der Medizintechnik besonders hoch sind, so dass sie nur von Unternehmen ab einer gewissen Größe geleistet werden können.

Von besonderer Bedeutung für die Unternehmen ist der strukturierte Umgang mit den Ideen der Anwender, der Ärzte und Schwestern bzw. Pfleger, für neue Produkte und Verfahren der Medizintechnologie. Denn bei 52 Prozent der Medizinprodukte kommen die Ideen für das neue Produkt ursprünglich von Anwendern. Deshalb haben fast alle MedTech-Unternehmen ihre Innovationsprozesse geöffnet. Fast 90 Prozent der Unternehmen nutzen Anwenderideen häufig oder sehr häufig in der Produktentwicklung. Insbesondere die Zusammenarbeit mit Ärzten und anderen Expertenanwendern nach der "Lead User-Methode" ist gängige Praxis (Quelle: Studie der Universität Witten-Herdecke 2011).
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