Medizintechnologie e.V.
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Kardiologie
MedTech für Kardio: Neue Herzstimulation-Datenbank
Die Online-Datenbank für aktive kardiale Implantate in der Behandlung von Herzkrankheiten päsentiert sich unter www.herzstimulation.info mit neuem Design und Funktionen. Das von Mitgliedsunternehmen des BVMed entwickelte Informationsangebot bietet umfassende technische Informationen zu Herzschrittmachern, implantierbaren Defibrillatoren, Geräten zur biventrikulären Stimulation (CRT) und Elektroden.
Mittwoch, 21.11.2012
Medizintechnologien für die Kardiologie: Neue Herzstimulation-Datenbank auf www.herzstimulation.infoInnovationsnewsletter zu medizinischen Registern
Der Nutzen von medizinischen Registern ist das Schwerpunktthema des neuen Innovationsnewsletters „Fortschritt erLeben“ des BVMed. Der BVMed-Newsletter enthält ein Interview mit Prof. Dr. Friedrich W. Mohr, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie (DGTHG), über Hintergründe und Nutzen des Deutschen Aortenklappenregisters.
Dienstag, 03.07.2012
Innovationsnewsletter der BVMed Initiative "Fortschritt erLeben" zu medizinischen RegisternBVMed-Zukunftspapier: Forschung zum Herz
In dem Informationspapier „Medizintechnologien der Zukunft“ informiert der BVMed zum Thema „Herz“ unter anderem über einen implantierbaren Sensor zur Bestimmung wichtiger Parameter bei der Diagnose und Therapie von Herzinsuffizienz.
Montag, 13.02.2012
BVMed bietet Patientengruppen, Pflegekräften und Ärzten Medizintechnologie-Informationsfilme auf kostenfreier DVDMittwoch, 08.02.2012
Der lange Weg einer MedTech-Innovation in die Praxis: BVMed-Newsletter zum Fallbeispiel Dauer-EKGDonnerstag, 19.01.2012
BVMed veröffentlicht Forschungspapier zu "Medizintechnologien der Zukunft"BVMed mit neuen „MedTech-Bilderwelten“
Der BVMed stellt zu den Themenbereichen Diabetes, Gelenkersatz und Kardiologie eigene Bilderwelten vor. „Im Mittelpunkt der Bilder steht der Patient, dem durch moderne Medizintechnologien und qualifiziertes medizinisches Personal geholfen werden kann“, so BVMed-Geschäftsführer und Vorstandsmitglied Joachim M. Schmitt.
Mittwoch, 11.01.2012
BVMed mit neuen "MedTech-Bilderwelten": Diabetes, Endoprothetik, KardiologieBVMed-Informationspapier "Zukunft der Medizintechnologien"
Stand: Januar 2012 (pdf, 540 kb, 27 Seiten)
Kapitel: Einführung; 1. Auge, 2. Ohr, 3. Herz, 4. Gehirn, 5. Bewegungsapparat, 6. Haut, 7. Minimal-invasive Eingriffe der Zukunft; Expertenliste
Mittwoch, 14.12.2011
BVMed, Earlybird und High-Tech Gründerfonds starten "MedTech Radar" zu Innovationen in der MedizintechnikMedTech Radar Issue 1 - December 2011
Focus: Innovations in the battle against the heart attack
Freitag, 21.10.2011
BVMed-Innovationskonferenz „Fortschritt erLeben“: Innovationsprozesse durch einen Innovationspool fördernNeue Studie zu Herzklappenersatz per Katheter
Schonender Herzklappenersatz per Katheter ist medikamentöser Behandlung überlegen
Dienstag, 19.07.2011
Medizintechnologien für die Kardiologie: Erweitertes Informationsangebot auf Herzstimulation.deMontag, 11.07.2011
Innovationsnewsletter der BVMed Initiative „Fortschritt erLeben“ zum Versorgungsgesetz und modernen MedTech-VerfahrenMittwoch, 07.07.2010
BVMed-Filmservice: Neuer Film zum schonenden Herzklappenersatz per KatheterMittwoch, 23.06.2010
Medienservice: Die 10 Lebensretter der MedizintechnologieFreitag, 07.05.2010
Faszination Medizintechnologie: Neues Magazin „Medizin und Technologie“ zum Hauptstadtkongress erschienenMontag, 09.11.2009
Medienseminar digital: Neuer BVMed-Film informiert über die Lage der MedTech-Branche und die Erwartungen an die neue BundesregierungFreitag, 25.09.2009
BVMed-Innovationskonferenz „Fortschritt erLeben“: Innovationstransfer im Krankenhaus muss verbessert werdenDonnerstag, 20.08.2009
Neues Informationsangebot auf Herzstimulation.de/Erste Ausgabe Newsletter HerzstimulationDienstag, 12.05.2009
BVMed gründet Ausstellerbeirat Kardiologie zur Optimierung der wissenschaftlichen Zusammenarbeit2009-03: Moderne Telemedizinische Verfahren in der Kardiologie: MedTech trifft IT
Autorenbeitrag für Berlin Medical, März 2009, von Joachim M. Schmitt, BVMed-Geschäftsführer & Mitglied des Vorstands, und Manfred Beeres, Leiter Kommunikation, BVMed - Bundesverband Medizintechnologie, Berlin
Mittwoch, 04.03.2009
BVMed und DGTelemed: „Telemedizin in die flächendeckende Regelversorgung in Deutschland aufnehmen“Montag, 15.09.2008
Weltherztag am 28. September und Herzmonat November 2008 BVMed: Verbesserung der Versorgung von Herzkranken durch moderne Medizintechnologie sicherstellenDonnerstag, 11.09.2008
BVMed-Symposium zur Telekardiologie am 10. Oktober in HamburgMontag, 28.04.2008
BVMed zu 50 Jahre Herzschrittmacher: „Symbol für den medizintechnischen Fortschritt und die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Arzt und Ingenieur“Dienstag, 15.05.2007
TV-Service Medizintechnologie: Neues Filmmaterial zur telemedizinischen Überwachung von HerzpatientenDonnerstag, 03.05.2007
Herzstimulation.de: Datenbank für aktive Implantate in der Kardiologie jetzt onlineDonnerstag, 29.09.2005
Wissenschaftliches Symposium zur Kardiologie am 6. Oktober 2005 in DresdenDienstag, 05.10.2004
MedInform-Konferenz zur Vergütung der Herz- und Kreislaufunterstützungstechnologien im neuen FallpauschalensystemFreitag, 10.09.2004
Kassen, Kliniken, Ärzte und Unternehmen arbeiten verstärkt zusammen: BVMed-Innovationskongress zeigte neue Versorgungsmodelle mit innovativen MedizintechnologienMittwoch, 04.08.2004
Aktuelle Studien zur Herzinsuffizienz beweisen hohe Wirksamkeit von innovativen Medizintechnologien zur Behandlung der HerzschwächeFreitag, 23.04.2004
BVMed-Symposium in Mannheim: Innovative Herzunterstützungssysteme sind eine echte TherapiealternativeMittwoch, 24.09.2003
Vierter BVMed-Innovationskongress: Modelle zur Qualitätsverbesserung bei gleichzeitiger Kostenersparnis auf dem Vormarsch / BVMed schlägt „Delta-Finanzierungsmodell“ vorMontag, 22.09.2003
Weltherztag am 28. September - BVMed: Verbesserung der Versorgung von Herzkranken durch moderne Medizintechnologie sicherstellenDonnerstag, 09.01.2003
„Was tun, wenn nichts mehr geht?“ BVMed stellt neue Informationsbroschüre zur Kunstherztechnologie vorWas tun, wenn nichts mehr geht? Innovative Herzunterstützungssysteme
Diese Broschüre gibt Ihnen einen Überblick über moderne, mechanische Herzunterstütungssysteme, deren medizinische Anwendungsgebiete und ihre Zweckmäßigkeit für den Patienten.
Dienstag, 22.10.2002
BVMed-Symposium zur Herzunterstützung in Magdeburg: „Kunstherztechnologien helfen Menschenleben retten“Montag, 26.08.2002
Herzunterstützung: BVMed veranstaltet Kunstherz-Symposium am 17.10.2002 in MagdeburgFallstudie 8: Herzschwäche: Biventrikuläre Stimulation
Zusammenfassung der Fallstudie:
- Krankheitsbild: die Herzinsuffizienz
- Aufgabe und Funktion des Herzens
- Das Syndrom Herzinsuffizienz
- Eine neue Behandlungsmethode: die biventrikuläre Stimulation
- Ein System mit zwei Therapien
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Krankheitsbild: die Herzinsuffizienz
Herzinsuffizienz wird in medizinischen Fachkreisen als das bedeutendste kardiale Krankheitsbild in diesem Jahrtausend gesehen. Allein in Deutschland sind nach Schätzungen 1,3 Millionen Menschen betroffen, etwa 50.000 sterben pro Jahr daran.
Aufgabe und Funktion des Herzens
Für das bessere Verständnis des lebensbedrohlichen Krankheitsbildes Herzinsuffizienz, das allgemein auch als Herzschwäche bezeichnet wird, ist es hilfreich, ein wenig über Aufbau und Funktion des Herzens zu wissen: Das Herz hat die Aufgabe, das Blut durch den Körper zu pumpen; es ist vergleichbar mit einer Pumpe, die aus vier Kammern besteht. Das Zusammenspiel dieser vier Kammern ist exakt aufeinander abgestimmt. Erst durch diese Koordination entsteht eine effektive Pumpfunktion, die den Kreislauf aufrechterhält. Alle wichtigen Organe werden so mit dem lebensnotwendigen Sauerstoff versorgt, den das Blut auf seinem Weg durch die Lunge aufnimmt.
Das Syndrom Herzinsuffizienz
Herzinsuffizienz ist eine langsam fortschreitende Erkrankung, am Anfang spüren die Patienten nur wenig. Symptome treten nur bei körperlicher Belastung auf, erst später auch in Ruhe. Das Herz ist nicht mehr in der Lage, ausreichend Blut durch den Körper zu pumpen. Es wird im Laufe der Erkrankung immer schwächer, das Zusammenspiel der vier Herzkammern geht verloren. Die betroffenen Menschen sind ständig müde, bekommen nicht mehr genügend Luft und sind nur noch eingeschränkt belastbar. Im Endstadium ist oft die Herztransplantation der letzte Ausweg. Allerdings kommen für diese Maßnahme nicht alle Patienten in Frage. Die Behandlung der Herzinsuffizienz erfolgt heute noch überwiegend medikamentös, man versucht dabei die Symptome zu lindern. Doch trotz enormer Fortschritte auf diesem Gebiet hat sich das Schicksal dieser Patienten nicht wesentlich verbessert.
Eine neue Behandlungsmethode: die biventrikuläre Stimulation
Eine neue und wirkungsvolle Therapie zur Behandlung der Herzinsuffizienz ist die kardiale Resynchronisationstherapie durch biventrikuläre Stimulation. Bei dieser Therapieform wird ein kleines microcomputer-gesteuertes Gerät im Brustbereich unter der Haut implantiert. Über drei dünne isolierte Drähte (Elektroden), die in je einer Herzkammer (re. Vorhof, li. und re. Ventrikel) verankert sind, werden winzige elektrische Impulse gesendet, die das Herz stimulieren.
Durch die Einbindung von drei der vier Herzkammern in einen koordinierten Stimulationsprozess wird das verlorengegangene Zusammenspiel der Kammern wieder hergestellt (re-synchronisiert). Die Patienten fühlen sich nach der Implantation eines solchen Stimulations-Systems deutlich besser. Sie sind leistungsfähiger, belastbarer und müssen viel seltener im Krankenhaus behandelt werden. Zudem gibt es Berichte von Patienten, die, nachdem sie ein solches Herzinsuffizienz-Therapie-System erhielten, von der Warteliste für eine Herztransplantation genommen werden konnten.
Ein System mit zwei Therapien
Neben den Systemen, die für die Wiederherstellung einer koordinierten Herzbewegung sorgen, gibt es eine zweite, aufwändigere Gerätefamilie, die zusätzlich über einen sogenannten ICD-Backup verfügt. ICDs (Implantierbare Cardioverter/Defibrillatoren) sind kleine elektronische Geräte, die einen zu schnellen Herzschlag in einen normalen Herzschlag überführen, indem sie einen elektrischen Schock an das Herz abgegeben. Ein zu schneller Herzschlag wird von Ärzten als Tachykardie bezeichnet. Hierbei schlägt das Herz so schnell, dass keine effektive Pumpfunktion mehr entsteht, was gleichbedeutend mit einem Kreislaufstillstand ist. Wird die Tachykardie nicht sofort behoben, stirbt der Patient. Man spricht in diesem Zusammenhang auch vom plötzlichen Herztod. Da sehr viele Patienten, die an Herzinsuffizienz leiden, vom plötzlichen Herztod bedroht sind und auch viele daran versterben, ist die Kombination dieser beiden Systeme eine notwendige Konsequenz.
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Fallstudie 9: Herzrhythmusstörungen: Stimulationssysteme für Vorhof- und Ventrikel-Arrhythmien
Zusammenfassung der Fallstudie:
- Krankheitsbild: Herzrhythmusstörungen
- Neue Behandlungsmöglichkeiten
- Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit des Verfahrens
- Die Erstattungssituation implantierbarer Stimulatoren
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Krankheitsbild: Herzrhythmusstörungen
Ein gesundes Herz schlägt mit einer regelmäßigen Frequenz von 60 bis 100 Schlägen pro Minute. Gleichmäßige elektrische Signale veranlassen die oberen und unteren Kammern des Herzens, sich in genau vorgegebener Abfolge zusammenzuziehen und wieder zu entspannen. Die dadurch entstehende Pumpfunktion transportiert das Blut durch den Körper.
Herzrhythmusstörungen in den oberen Kammern des Herzens, den Vorhöfen (Atrien), beeinflussen das synchronisierte Schlagen. Die Pumpeffizienz des Herzens kann um 20 bis 30 Pro-zent verringert sein. Unterschieden werden Vorhofflattern und –flimmern, in Abhängigkeit der Störungsausprägung und der hämodynamischen Konsequenzen. Unter Vorhofflimmern versteht man eine chaotische Kontraktion der Vorhöfe, was zu einem raschen Zittern anstatt zu einem regelmäßigen Pumprhythmus führt. Zu den typischen Symptomen gehören Herzrasen, Müdigkeit, Schwächegefühl, Schwindel oder/und Atemnot und Angst. Einige Menschen spüren jedoch trügerischer Weise überhaupt keine Symptome.
Weltweit leiden ungefähr 5,5 Millionen Menschen unter Vorhofflimmern, der am häufigsten auftretenden Herzrhythmusstörung. Jährlich werden 720.000 neue Fälle diagnostiziert. Vorhofflimmern betrifft vorwiegend ältere Menschen, meist Männer. Für Deutschland liegen gesicherte Daten zur Prävalenz und Inzidenz noch nicht vor.
Vorhofflimmern ist allein betrachtet nicht lebensbedrohlich, kann aber zu schwerwiegenden Folgeerkrankungen führen. Patienten mit Vorhofflimmern haben ein fünffach erhöhtes Risiko für einen Schlaganfall. Zu den eher seltenen, aber u. a. auch mit Vorhofflimmern assoziierten Erkrankungen zählen Herzschwäche und Herzversagen bzw. der plötzliche Herztod. In Deutschland sterben jährlich rund 100.000 Menschen am plötzlichen Herztod, das sind rund 274 Todesopfer täglich.
Neue Behandlungsmöglichkeiten
Es stehen eine Reihe von pharmakologischen und nicht- pharmakologischen Behandlungsmöglichkeiten für atriale Tachy- Arrhythmien zur Verfügung. Die jeweils geeignete Behandlung hängt von Faktoren wie den Herzrhythmusstörungen und deren Häufigkeit, den Symptomen und anderen medizinischen Gegebenheiten ab. Das Ziel der Behandlung besteht darin, einen normalen Herzrhythmus wiederherzustellen, zumindest die ventrikuläre Herzfrequenz zu steuern und einen Schlaganfall zu verhindern.
Implantierbare Geräte sind eine neue Methode der Behandlung von atrialen Arrhythmien. Sie sind zur Behandlung von Patienten mit folgenden Krankheitsbildern vorgesehen.
Zu schnelle Herzrhythmen in den unteren Kammern des Herzens (ventrikuläre Tachykardien) und zusätzlich atriale Tachy-Arrhythmien müssen mit einem Defibrillator behandelt werden. Ein Gerät mit umfassenden Funktionen zur Diagnose, Prävention und Terminierung der Kammer- und Vorhof-Rhythmusstörungen nutzt diesen Patienten besonders.
Langsame Herzrhythmen in den unteren Kammern des Herzens (Bradykardien) zusammen mit atrialen Tachy-Arrhythmien sind mit einem Herzschrittmacher behandelbar. Auch hier gilt, dass von einem kombinierten Gerät, einem sogenannten Vorhoftherapiesystem, eine effektivere Therapie zu erwarten ist. Atriale Tachy-Arrhythmien ohne weitere Herzrhythmusstörungen sind als dritte Gruppe zu nennen.
Ein wichtiges Ziel dieser Behandlungsoption besteht darin, eine atriale Tachy-Arrhythmie bei ihrem Auftreten sofort zu erkennen und dann so schnell wie möglich in einen normalen Rhythmus umzuwandeln. Die Geräte werden unter der Haut oberhalb der Brust implantiert und sind mit Elektroden (weiche isolierte Drähte, die die elektrische Aktivität des Herzens messen und an das Gerät melden) verbunden, die durch die Venen ins Herz eingeführt wer-den. Sobald das Gerät Arrhythmien erkennt – möglicherweise, bevor überhaupt Symptome auftreten – kann es bereits intervenieren. Umfangreiche Funktionen zur kontinuierlichen
Diagnostik, zur Vermeidung bzw. Beendigung der Rhythmusstörungen erlauben die patientenindividuell optimale Programmierung.
Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit des Verfahrens
Diese Herzrhythmusstörungen können zu einer erheblichen und komplexen wirtschaftlichen Belastung für Patienten, Krankenkassen und Gesellschaft werden. Patienten mit atrialen Tachyarrhythmien leiden oft unter Symptomen, die sie zu häufigen Arztbesuchen veranlassen. Mit zunehmendem Alter der Bevölkerung wird Vorhofflimmern zu einem immer größeren Problem für das Gesundheitswesen. Studien konnten die Sicherheit und Effektivität dieser Überstimulationsmethode nachweisen. Eine signifikante Reduzierung der Belastung der Patienten durch die Vorhof-Rhythmusstörungen ist feststellbar.
Die Erstattungssituation implantierbarer Stimulatoren
Herzschrittmacher für die Behandlung von Bradykardien und Defibrillatoren zur Behandlung von Tachykardien werden in Krankenhäusern und seltener in Praxen eingesetzt und entsprechend der Bundespflegesatzverordnung auf der Grundlage von Sonderentgelten und Tagespflegesätzen erstattet.
Herzschrittmacher und Defibrillatoren für eine Kombinationstherapie sind komplexe Zweikammer-Systeme. Neben der Höhe des entsprechenden Sonderentgeltes und der damit verbundenen Erstattungshöhe ist auch die breitere Indikationsstellung und der damit verbundene häufigere Einsatz dieser Systeme problematisch. Auf Grund vorgegebener Budgets und begrenzter Anzahl von Implantationen ist eine breitere Anwendung sehr eingeschränkt. Eine restriktive Grundeinstellung der Kostenträger zu diesen innovativen Therapieoptionen ist problematisch und muss überdacht werden.
Die klinische Inzidenz von Vorhofarrhythmien (Vorhofflimmern) zeigt eindrucksvoll die Notwendigkeit der Behandlung über die normale Arzneimitteltherapie hinaus. Sowohl zur Präventivbehandlung als auch bei bereits manifestem Vorhofflimmern stellt die Elektrostimulation eine weitere Therapieoption dar, die sowohl mittelfristig als auch langfristig die kostengünstigere Behandlungsalternative zu sein scheint.
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Donnerstag, 11.04.2002
Neue BVMed-Projektgruppe "Kunstherz"Donnerstag, 27.09.2001
Zweiter „Innovationskongress“ des BVMed in Berlin: Kardiologen und Herzchirurgen: Langfristige Kosteneinsparungen durch Innovationen sind möglichMontag, 20.11.2000
Implantierbare Defibrillatoren könnten auch in Deutschland noch mehr Leben retten / BVMed: Breiterer Einsatz der Defibrillator-Therapie darf nicht am Budget scheiternMittwoch, 17.05.2000
BVMed zu Folgen der NICE-Entscheidung über Koronarstents: "Bundesausschuss muss Innovationen fördern, nicht hemmen"Samstag, 19.02.2000
BVMed-Symposium mit über 150 Teilnehmern in Berlin: Anwendung des medizinischen Fortschritts ist oft auch wirtschaftlicher / Budgetierung als InnovationsbremseMittwoch, 02.02.2000
BVMed-Symposium am 17. Februar 2000 in Berlin: Knoche, Kirschner, Thomae und Zöller diskutieren die Auswirkungen der sektoralen Budgetierung auf medizinische InnovationenTelekardiologie: mehr Patientensicherheit, weniger Kosten
Mehr als eine halbe Million Herzpatienten in Deutschland haben einen Herzschrittmacher oder einen Herzstimulator implantiert, zum Beispiel einen Defibrillator. Mit der Telekardiologie, der Übertragung wichtiger „Herzdaten“ an den Arzt, können diese Patienten fernüberwacht werden. Das erhöht ihre Sicherheit, steigert ihre Lebensqualität und spart in unserem überlasteten Gesundheitssystem viel Zeit und Geld.
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