Brachytherapie

BVMed widmet sich verstärkt innovativen Produkten und Verfahren: Neuer BVMed-Fachbereich für Brachytherapie

08.02.2000 - 8/00

Wiesbaden. Der Bundesfachverband Medizinprodukteindustrie (BVMed) widmet sich verstärkt innovativen Medizinprodukten und Verfahren. Dies schlägt sich auch in der Struktur der Arbeitsgremien des Verbandes nieder. So wurde vor kurzem ein neuer BVMed-Fachbereich "Brachytherapie" gegründet, der sich mit der neuen Behandlungsmethode gegen unkontrolliertes Zellwachstum innerhalb dilatierter (also bereits mit einem Ballonkatheter behandelter) Arterien bzw. innerhalb Stents beschäftigt.


Die Brachytherapie steht für eine innovative, minimalinvasive Behandlung zur Vermeidung von erneuten Verengungen oder Verschlüssen der Arterie (Re-Stenosen bzw. In-Stent-Re-Stenosen). Durch die Bestrahlung innerhalb der Arterie (endovaskuläre Bestrahlung) mit Isotopen (Gamma- bzw. Betastrahlen) wird ein überschießendes Zellwachstum verhindert bzw. ein unerwünschtes Schrumpfen der Gefäßwand vermieden.

Für die Brachytherapie, die derzeit in erster Linie im stationären Sektor durchgeführt wird, gibt es momentan innerhalb der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) in Deutschland noch keine verbindliche Vergütungsregelung. Eine Kostenübernahme der GKV erfolgt zur Zeit nur im Rahmen von Einzelfallgenehmigungen. 

Der neue BVMed-Fachbereich "Brachytherapie" will nach akzeptablen und verbindlichen Regelungen suchen, wie diese innovativen Leistungen durch die Krankenkassen erstattet werden können. Zugleich soll in der Öffentlichkeit verstärkt die Wertigkeit dieses neuen Verfahrens dokumentiert werden.

Im BVMed sind über 160 Hersteller von Medizinprodukten mit über 25.000 Mitarbeitern vertreten, die einen Umsatz von über 6,5 Mrd. DM erwirtschaften.


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