Medizinprodukteindustrie

BVMed zum Weltkindertag am 21. September: Innovative Medizintechnologien sind unentbehrlich für die medizinische Versorgung von Babys und Kindern

15.09.2003 - 57/03

Berlin. Auf die große Bedeutung von Medizintechnologien für die Gesundheit und Lebensqualität von Babys und Kindern hat der Bundesverband Medizintechnologie, BVMed, zum Weltkindertag am 21. September hingewiesen. „Medizinprodukte und Medizintechnologien sind nicht nur im hohen Alter unentbehrlich. Sie begleiten uns vielmehr durch alle Lebensphasen und helfen bei den unterschiedlichsten Krankheitsbildern – auch und gerade bei Babys und Kindern“, so der BVMed.


Im Rahmen seines Projekts „Medizintechnologien für Babys und Kinder“ präsentiert der BVMed auf seiner Webseite unter www.bvmed.de/folder.php?10372 über 40 Beispiele aus der Branche.

Bereits in der frühen Lebensphase retten Medizintechnologien Leben, erhalten die Gesundheit oder verbessern die Lebensqualität. Das beginnt bei der pränatalen Diagnostik, die bereits vor der Geburt für ein frühzeitiges Erkennen von Gesundheitsschäden sorgt, die in immer mehr Fällen behandelt werden können. Moderne Medizintechnologien, beispielsweise spezielle Beatmungsgeräte, ermöglichen Frühchen, die noch vor wenigen Jahren gestorben wären, das Überleben. Die Bedeutung von Medizinprodukten setzt sich im Leben der Kinder fort. Ob das einfache Pflaster auf der verletzten Haut oder der Verband auf dem aufgeschlagenen Knie: Medizinprodukte sind schon früh im Bewusstsein der Kinder. 

Medizintechnologien für Babys und Kinder spielen dabei in allen Gesundheitsbereichen eine wichtige Rolle: in der Prävention, der Diagnostik, der Therapie oder der Rehabilitation. Als Anwendungsbeispiele nennt der BVMed:

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Atmungsunterstützende Systeme für Frühchen: Durch den medizinisch-technischen Fortschritt der letzten Jahre kann mittlerweile Frühgeborenen mit einem Gewicht um 500 Gramm das Leben gerettet werden. Einer der Beiträge der Medizintechnologie: Spezielle Beatmungsgeräte beherrschen die Besonderheiten der Versorgung von Säuglingen.

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Defibrillatoren mit speziellen Elektroden für Säuglinge und Kinder: Der plötzliche Herztod kann jeden treffen. Neue Elektroden können Säuglinge und Kinder mit Hilfe von automatischen externen Defibrillatoren (AEDs) vor dem plötzlichen Herztod bewahren. Die neuen Elektroden beschränken die Energie auf eine Stufe, die sich für Säuglinge und Kinder unter 8 Jahren eignet. Dabei gibt das Gerät zunächst einen niedrigen Energieschock ab und steigert die Energie nur bei Bedarf.

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Herzschrittmacher für Kinder: Herzrhythmusstörungen können bei Erwachsenen ebenso wie bei Säuglingen und Kindern auftreten. Fortschritte in der Technik und der Miniaturisierung ermöglichen es, auch Säuglingen und Kindern mit Herzproblemen mit einem Schrittmacher zu helfen. Bei Kleinkindern ist dabei die Lebensdauer des Schrittmachers bei gleichzeitig geringem Volumen des Gerätes von herausragender Bedeutung. Der kleinste implantierbare Einkammerschrittmacher wiegt nur 12,8 Gramm.

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Diabetes-Pumpe für Kinder: Für zuckerkranke Kinder gibt es eine kleine, externe und wasserdichte Insulinpumpe mit Fernbedienung, die problemlos nachfüllbar ist. Die Pumpe kann wie ein Handy am Gürtel getragen werden und sorgt für eine kontinuierliche und korrekte Insulingabe.

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Enterale Ernährungspumpe für Kinder: Für Kinder, die künstlich ernährt werden müssen, gibt es spezielle Ernährungspumpen mit einer entsprechenden Pumpentasche, damit die enterale Ernährungstherapie auch unterwegs weitergeführt werden kann.

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Physikalische Therapie von Atemwegs- und Lungenerkrankungen: Kindern mit Atemwegs- und Lungenerkrankungen hilft ein Hilfsmittel zur Atemphysiotherapie. Außerdem wird das Schleimabhusten bei Störungen der Elastizität des Lungengewebes (z. B. bei Bronchitis) erleichtert und verbessert. Beim Hineinblasen erzeugt das Gerät positive Druckschwankungen, die den Durchmesser der Bronchien erweitern und so den Schleim von den Bronchialwänden abscheren lassen. Die gleichzeitig entstehenden Vibrationen verflüssigen den Bronchialschleim und der positive Druck verhindert einen vorzeitigen Verschluss der Bronchien beim Abhusten.

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Intraokularlinse für Kleinkinder: Für Kinder, die am Grauen Star leiden, gibt es spezielle Intraokularlinsen. Die natürliche Linse wird dabei aus dem Auge entfernt und durch eine künstliche Kunststofflinse im Auge ersetzt. Die künstliche Linse ist speziell auf die anatomischen Gegebenheiten im kindlichen Auge abgestimmt. Beim Grauen Star trübt sich die natürliche Linse im Auge ein. Der Patient sieht zunehmend schlechter (wie durch ein Milchglas oder Nebel) bis hin zur völligen Eintrübung. Der Graue Star ist eine typische Alterserscheinung. Er tritt jedoch auch in seltenen Fällen bei Kindern auf. Er ist dann erblich bedingt, durch frühembryonale Schädigung (z. B. Röteln, Mumps oder Hepatitis während der ersten 3. Schwangerschafts monate) oder durch Verletzungen verursacht.

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Kanülen, Katheter und Fixierbänder speziell für Babys und Kinder: Spezielle Tracheostomiekanülen für Neugeborene und Kinder werden in der Anästhesie, der künstlichen Beatmung und der Intensivmedizin verwendet. Für den Einsatz in der Pädiatrie werden Medizinprodukte wie Katheter, Kanülen oder Tubus speziell entwickelt und angefertigt, beispielsweise spezielle Venenverweilkatheter. Zum Schutz von peripheren Venenverweilkathetern gibt es Katheterfixierverband speziell für Kinder. Sie sind transparent zur glasklaren Kontrolle der Punktionsstelle und mit atmungsaktiver Bakteriensperre.

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Spezielle Verbände für Kinder: Für den Einsatz in pädiatrischen Stationen und OP-Sälen gibt es sterile und wasserdichte Transparentverbände für Kinder, speziell für intravenöse Applikationen. Bei Kopfplatzwunden gibt es ebenso kindgerechte Verbände, z. B. einen elastischen Schnell-Kopfverband, wie bei kleineren Hautverletzungen.

Weitere Beispiel unter www.bvmed.de/folder.php?10372 


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