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BVMed: Verordnungsfähigkeit moderner Wundversorgungsprodukte bleibt gewährleistet / Regressforderungen in Brandenburg sorgen für Unsicherheit bei den Ärzten
09.02.2010 - 12/10
Betroffene Ärzte in Brandenburg erhalten derzeit von der Prüfstelle Regressforderungen über die Verordnung von modernen Wundversorgungsprodukten über Sprechstundenbedarf rückwirkend für 2008, obwohl sich an ihrem Verordnungsverhalten gegenüber den letzten Jahren nichts geändert hat. Hintergrund ist eine neue Prüfvereinbarung vom 1. August 2009 über das Verfahren zur Wirtschaftlichkeitsprüfung in der vertragsärztlichen Versorgung nach § 106 SGB V. Dabei übernimmt die Prüfstelle die sachlich-rechnerische Richtigstellung im Sprechstundenbedarf. Dies hat früher die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Brandenburg direkt übernommen. Bei Nachprüfungsanträgen der Krankenkassen konnte die KV damit früher direkt reagieren und unsachgemäße Anträge über den kurzen Dienstweg direkt mit der Krankenkassen klären. Der Arzt bekam davon nichts mit. Heute leitet die Prüfstelle alle Anträge der Krankenkassen dagegen ungeprüft direkt an die Ärzte weiter und bittet um Stellungnahme. Für den Arzt ist das ein neuer und verwirrender Sachverhalt.
Der BVMed stellt hierzu klar: „An der Verordnungsfähigkeit moderner Wundversorgungsprodukte hat sich nichts geändert. Allerdings muss der niedergelassene Arzt in solchen Prüffällen seine Verordnungen gegenüber der Prüfstelle begründen. Dabei kann ihn seine KV inhaltlich unterstützen.“ Zur ausreichenden Begründung gehört aus BVMed-Sicht ein Verweis auf Anlage 1 der SSB-Vereinbarung, wonach Produkte der modernen Wundversorgung auch zum Sprechstundenbedarf gehören, sowie der Hinweis, dass diese Therapie bei mehreren Patienten angewendet wird.
Medienkontakt:
Manfred Beeres
Leiter Kommunikation/Pressesprecher
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Moderne Wundversorgung
In Deutschland leiden etwa 4 Millionen Menschen an chronischen Wunden, zum Beispiel an offenen Beinen. Um diese Wunden zum Heilen zu bringen, reicht es nicht aus, wenn nur die jeweilige Grunderkrankung behandelt wird. Ohne die richtige äußerliche Versorgung bleibt das Problem über Jahre bestehen. Und das tut es leider bei den meisten Patienten. Moderne, feuchte Wundversorgungsprodukte sind auf dem Markt, aber die wenigsten Ärzte wenden sie an. Aus Unkenntnis oder aus Kostengründen.
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