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BVMed intern
BVMed-Umsatzergebnis 2000: Inlandswachstum der Hersteller von Medizinprodukten leicht verbessert / Export sorgte für kräftigeres Wachstum
22.02.2001 - Nr. 14/2001
Mit einer Inlands-Umsatzsteigerung von rund 4 Prozent verlief die Entwicklung im heimischen Markt deutlich schwächer als beim Export, der gegenüber 1999 aufgrund der besonders günstigen Bedingungen um 14 Prozent zulegte. Der Export hat jedoch nur einen Anteil von rund 15 Prozent am Umsatz der BVMed-Mitgliedsunternehmen. Beim Inlandswachstum ist festzustellen, dass sich die gute Marktentwicklung bis zur Jahresmitte im vierten Quartal 2000 deutlich abschwächte. Dies könnte insbesondere an der großen Verunsicherung auf der Nachfrageseite sowohl im stationären als auch im niedergelassenen Bereich durch die sektorale Budgetierung liegen. Die Umsatzstatistik der im Bundesverband Medizintechnologie zusammengeschlossenen Unternehmen setzt sich aus den Bereichen medizinische Produkte zur Intensiv- und Krankenversorgung, medizinische Implantate, Produkte zur Inkontinenz- und Stomaversorgung, OP-Materialien, Verbandmittel und medizintechnische Erzeugnisse zusammen.
Voraussetzung für Verbesserungen der wirtschaftlichen Situation sei nach Ansicht des BVMed u. a. eine Kehrtwende in der einnahmenorientierten Ausgabenpolitik der Bundesregierung. Die 1999 nur als Übergangslösung eingeführte sektorale Budgetierung müsse endlich beendet und eine strukturelle Reform des Systems eingeleitet werden. Mit den derzeitigen Rahmenbedingungen werde es angesichts der demografischen Entwicklung und des medizinisch-technischen Fortschritts nicht möglich sein, die medizinisch notwendige und ausreichende Versorgung der Bevölkerung mit Medizinprodukten und Medizintechnologien in Zukunft zu gewährleisten. Von den gesundheitspolitischen Rahmenbedingungen müsse insbesondere ein verstärkter Innovationsschub ausgehen, um innovative Medizintechnologien den Patienten, die sie benötigen, ohne Verzögerung zur Verfügung zu stellen.
Der BVMed vertritt den gesamten Verbandmittelbereich, Hilfsmittel wie Stoma-, Inkontinenzprodukte oder Bandagen, Kunststoffeinmalprodukte wie Spritzen, Katheter und Kanülen sowie den Implantatebereich von Intraokularlinsen, Hüft-, Knie-, Schulter-, Wirbelsäulenimplantaten über Herzklappen und Defibrillatoren bis hin zum künstlichen Herz.
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