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BVMed-Jahresbericht 2004/05 erschienen: „Neue Dialogkultur für eine zukunftsfähige Gesundheitswirtschaft“

23.03.2005 - 23/05

Berlin. Die Gesellschaft in Deutschland steht vor der Herausforderung festzulegen, welche medizinischen Leistungen künftig solidarisch abgesichert werden sollen. Diese Meinung vertritt der Bundesverband Medizintechnologie, BVMed, in seinem Jahresbericht 2004/05. „Danach muss sich ein wie auch immer geartetes neues System – ob Gesundheitsprämie oder Bürgerversicherung – ausrichten. Gleichzeitig brauchen wir weitere Lösungsansätze, um die Struktur- und Qualitätsprobleme im Gesundheitswesen zu lösen“, sagte BVMed-Geschäftsführer Joachim M. Schmitt bei der Vorstellung des Jahresberichts in Berlin.


Die moderne Medizin entwickelt ständig wirkungsvollere Methoden, Krankheiten aller Art zu bekämpfen, Leiden zu lindern und zu heilen. Viele dieser Themen und Innovationen greift die neue Publikation auf. „Von den neuen Methoden möchten natürlich immer mehr Menschen Gebrauch machen. Sie würden sich gern für neue, innovative Diagnose- und Therapieverfahren entscheiden. Leider wird dies immer mehr erschwert. Grund ist vor allem die angespannte Finanzsituation der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV)“, heißt es in dem BVMed-Jahresbericht.

Nur eine grundlegende Neugestaltung des Gesundheitssystems mit mehr Wettbewerb und Marktorientierung kann langfristig eine bezahlbare und qualitativ hochwertige Gesundheitsversorgung sicherstellen. „Dazu gehören mehr Wahlfreiheit der Versicherten und eine stärkere Eigenverantwortung der Menschen für ihre Gesundheit“, so der BVMed.

Die deutsche Medizintechnologiebranche gehöre zur Weltspitze und hätte bei den unbestrittenen Wachstumschancen in einer zukunftsfähigen Gesundheitswirtschaft beste Ausgangsbedingungen. „Eine kreative Entwicklung dieser Gesundheitswirtschaft erfordert zwingend den intensiven Gedankenaustausch der Politikressorts Gesundheit, Wirtschaft und Forschung. Nur in einer gemeinsamen Kraftanstrengung sind die Chancen für die Branche und für Deutschland erfolgreich nutzbar – auch und gerade zum Wohl der Patienten. Die Unternehmen der Medizintechnologie sind zu diesem Dialog bereit und stehen als konstruktiver und kreativer Partner zur Verfügung“, heißt es in dem BVMed-Jahresbericht.

Neben aktuellen gesundheitspolitischen Themen enthält der Jahresbericht 2004/05 Informationen rund um die Medizintechnologiebranche und aus den BVMed-Referaten Gesundheitssystem, Krankenversicherung, Homecare, Medizinprodukterecht, Verbraucherschutz und Kommunikation. Außerdem werden Informationen zu der inhaltlichen Arbeit der über 40 BVMed-Arbeitsgremien gegeben. In „Seitenblicken“ geht es um Forderungen an den Gemeinsamen Bundesausschuss und um Trends der Medizintechnologie.

Der 24-seitige Jahresbericht kann kostenlos beim BVMed angefordert oder im Internet heruntergeladen werden. Die Adresse lautet www.bvmed.de (Publikationen).


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