BVMed intern

Die Arbeitsgremien des BVMed: Inhalte 2002/03 in Stichworten

Auszüge aus der Rede der BVMed-Vorstandsvorsitzenden Cornelia Gröhl auf der Mitgliederversammlung des BVMed am 11. April 2003 in Dresden

Das Herzstück des BVMed sind die Arbeitsgremien:

:: 6 Arbeitskreise,
:: 21 Fachbereiche und
:: 12 Projektgruppen.


Arbeitskreise
beschäftigen sich kontinuierlich mit Querschnittsthemen, die die Belange aller Mitglieder tangieren und damit produktübergreifend von Interesse sind.

Der Arbeitskreis "Think Tank" ist ein vom Vorstand berufenes neues Gremium. Er beschäftigt sich v. a. mit ordnungspolitischen Fragen im Gesundheitsmarkt und erarbeitet Strategievorschläge zu verbandspolitischen Themen.

Der Arbeitskreis "Gesundheitssysteme" entwickelt in einem gemeinsamen Projekt mit Prof. Neubauer vom Institut für Gesundheitsökonomie einen Leitfaden für die Marktetablierung innovativer Medizinprodukte in der klinischen Anwendung unter den DRGs. Er erarbeitet eine Stellungnahme zur Auswirkung der Ergebnisse der Kalkulationsdaten der deutschen DRGs auf die Medizinprodukteindustrie.

Der Arbeitskreis "Recht" arbeitet an der Neufassung des Kommentars zum Medizinprodukterecht – kurz: WiKo. Er veröffentlichte den neuen Leitfaden
„Marktüberwachung von Medizinprodukten“ und überarbeitete ältere Leitfäden zum
Medizinprodukterecht. Der AKR verhinderte mit seiner fachlichen Arbeit eine Änderung des Begriffs „Arzneimittel“ und vermied eine begriffliche Überlappung mit dem Begriff
„Medizinprodukt“.

Der Arbeitskreis "Regulatory and Public Affairs" führte im März 2003  eine Veranstaltung mit Workshops zum Risikomanagement für Medizinprodukte in Bonn durch und erarbeitete einen Leitfaden zum Risikomanagement. Er verhinderte eine drohende systematische Regelüberwachung durch die Landesüberwachungsbehörden und die Höherklassifizierung von Hüftimplantaten.

Der Arbeitskreis "Umwelt" unterstützte u. a.  die Vorbereitung einer MedInform-Veranstaltung zur „Verpackungsverordnung im Krankenhaus“ im März 2003.

Der Arbeitskreis „Elektronische Kommunikation im Gesundheitswesen“ unterstützt die
Erarbeitung eines BVMed-Fragebogens zur  Anwendung von Bar Codes und anderen Auto-ID-Systemen.


Fachbereiche sind Zusammenschlüsse von Mitgliedern, die wegen markt- oder produktspezifischer Besonderheiten eine zusätzliche Vertretung ihrer besonderen fachlichen Interessen wünschen. Da sich der Vertretungsbereich des BVMed ständig ausweitet, kommen auch immer neue Fachbereiche hinzu. Zuletzt wurden die Fachbereiche „Tracheostomie/Laryngektomie“ und „VAD/Kunstherz“ neu gegründet.

Der Fachbereich "Bandagen" hat in einer gemeinsamen Arbeitsgruppe mit Spectaris einen Entwurf zur Gliederung der Produktgruppe 23 „Orthesen“ erstellt und diesen dem MDS zur Verfügung gestellt.

Der Fachbereich "Blut" entwickelt in Zusammenarbeit mit dem Paul-Ehrlich-Institut ein Anforderungsprofil für die Zulassung von Blutbeuteln.

Der Fachbereich „Brachytherapie“ hat den Technologiebewertungs-Bericht für die permanente interstitielle Brachytherapie (Seed-Therapie) ergänzt. Ziel ist die Aufnahme der Therapie in den EBM 2000plus.

Der Fachbereich "Erste-Hilfe-Material" beteiligt sich maßgeblich an der Erarbeitung einer Norm für Notfallbeatmungshilfen.

Der Fachbereich "Hilfsmittel gegen Dekubitus" erstellte eine Arbeitshilfe zur Auswahl des richtigen Antidekubitushilfsmittels für den Arzt, Leistungserbringer und Kostenträger. Des weiteren erstellt er derzeit einen Vorschlag für eine Neugliederung der Produktgruppe 11 des Hilfsmittelverzeichnisses.

Der Fachbereich "Homecare" erarbeitet eine Image-Broschüre „Homecare“ und initiierte eine Anfrage im Bundestag zur gesetzlichen Verankerung von Homecare im SGB V. Er beschäftigt sich mit der Entwicklung zukünftiger Vertragsformen in Folge der Einführung von Disease-Management-Programmen und integrierten Versorgungsformen und erarbeitete eine Datenbank zur Fortführung einer Homecare Marktstudie.

Der Fachbereich "Intraokularlinsen" erarbeitet ein Konzept zur Erstattung von Intraokularlinsen im niedergelassenen Bereich und kooperiert bei verschiedenen Aktivitäten der Gesundheitspolitik und der Qualitätssicherung mit Augenärzte-Verbänden.

Der Fachbereich "Kardiovaskuläre Medizinprodukte" erarbeitete eine produktbezogene Stellungnahme an das DRG-Institut zur Kalkulation der Fallpauschalen und unterstützte die Aufnahme von innovativen Verfahren in den Prozedurenkatalog OPS-301 in einer Stellungnahme an das DIMDI. Außerdem stimmte er die Stellungnahme zu dem Disease-Management-Programm „Koronoare Herzerkrankungen“ mit der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie ab.

Der Fachbereich "Künstliche Ernährung" setzt sich für die Erstattungsfähigkeit der enteralen Ernährungstherapie, insbesondere der Ernährungstherapeutika ein. Er informierte die Ärzte über die medizinische Notwendigkeit des Pumpeneinsatzes und unterstützte die praktische Umsetzung der Leitlinie zur enteralen Ernährung.

Der Fachbereich "Leistungsrecht für Leistungserbringer" hat einen Homecare-Rahmenvertrag erarbeitet. Ziel ist dessen bundesweite Umsetzung zur Vereinheitlichung und Vereinfachung des Genehmigungs- und Abrechnungsverfahrens bei der Homecare-Versorgung. Durch die Website www.bvmed-sozialrecht.de und durch einen Newsletter verstärkte der Fachbereich die Öffentlichkeitsarbeit insbesondere gegenüber den Sozialgerichten. Er unterstützt außerdem die Mitgliedsunternehmen bei leistungsrechtlichen Fragen.

Der Fachbereich "Medizintechnik-Implantate" arbeitet an einer Stellungnahme zu den Relativgewichten im DRG-System. Geplant ist ein Projekt zum Thema „Gelenkte Patientenkarriere“. Zudem sind PR-Aktivitäten mit den Fachgesellschaften im Rahmen der „Bone and Joint Decade“ vorgesehen.

Der Fachbereich „Moderne Wundversorgungsprodukte“ setzt sich in Zusammenarbeit mit den Pflegeverbänden für die Einbindung der Therapie in den neuen EBM ein. Er unterstützt Schulungs- und Weiterbildungsaktivitäten für diese Therapie für die Zielgruppen Ärzte und Pflegekräfte.

Der Fachbereich "Saugende Inkontinenzversorgung (Hersteller)" plant eine Kampagne „pro Qualität“ für die saugende Inkontinenzversorgung. Außerdem ist er dabei, einen  Vorschlag für eine Neueinteilung für die Produktgruppe 15 – speziell für die saugenden Inkontinenzprodukte – zu erarbeiten.

Der Fachbereich "Sprechstunden-, Rezepturbedarf, Verbandmittel" setzt sich dafür ein, dass auch mit der Einführung des neuen EBM die Einzelverordnung von Verbandmitteln erhalten bleibt.

Der Fachbereich "Sterilgutversorgung" erarbeitete eine Stellungnahme zur Resistenz von Kathetern gegenüber alkoholischen Desinfektionsmitteln. Er veröffentlichte einen Leitfaden sowie Handlungsempfehlungen für den Umgang mit potenziell kontaminierten Retouren und begleitet die Zusammenführung europäischer und internationaler Normen für Sterilgutverpackungen.

Der Fachbereich "Strahlensterilisation" begleitet die Neugestaltung der einschlägigen internationalen Normen zur Strahlensterilisation durch Stellungnahme und Entsendung eines beauftragten Experten.

Der Fachbereich "Stoma-/Inkontinenzversorgung" arbeitet an verschiedenen Vergütungsalternativen für den Fall, dass die Kassen auf Versorgungspauschalen
umstellen wollen.

Der Fachbereich "Therapeutische Apherese" hat eine umfangreiche Stellungnahme zur Bewertung der Aphereseverfahren vorgelegt und diskutiert Maßnahmen zur Schaffung eines ärztlichen Fachgremiums „Apherese“.

Der neue Fachbereich "Tracheostomie/Laryngektomie" wird Dienstleistungs- und Hygienestandards entwickeln, die dazu beitragen sollen, das Defizit in der Versorgung zu beseitigen.


Projektgruppen sind Gremien, die Themen von zeitlich oder fachlich begrenztem Umfang bearbeiten und dem Vorstand und der Geschäftsführung zur sachkundigen Unterstützung auf diesem Gebiet dienen.

Die Projektgruppe „Ambulantes Operieren“ bereitet eine Stellungnahme an die Selbstverwaltung zur Aufnahme weiterer medizintechnologischer Verfahren in den
Katalog nach § 115b SGB V vor.

Die neue Projektgruppe „Elektrostimulationsgeräte“ setzt sich dafür ein, dass endlich eine Einzelproduktauflistung und die damit verbundene Fortschreibung der Produktgruppe 9 „Elektrostimulationsgeräte“ des Hilfsmittelverzeichnisses durch den IKK-Bundesverband erfolgt.

Die Projektgruppe "Interstitielle Brachytherapie" unterstützt die Verbreitung dieser Therapieform gegen Prostatakrebs im ambulanten Bereich.

Die Projektgruppe "Re-Use" erarbeitet eine Stellungnahme zum HTA-Bericht über die Aufbereitung von medizinischen Einmalprodukten und bereitet die nächste
MedInform-Veranstaltung zur Wiederverwendung von Einmalartikeln vor.

Die Projektgruppe "Sets" setzten sich mit der Erstattungsfähigkeit von Sets, insbesondere von Kathetersets, auseinander. Sie hat ein Argumentationspapier zur Bedeutung und Wichtigkeit des Einsatzes von Kathetersets erarbeitet und dieses als Diskussionsgrundlage an die Spitzenverbände der Krankenkassen weitergeleitet.

Die Projektgruppe "Tissues" beteiligt sich an der Kommentierung der Regelungsvorhaben für die BSE-Sicherheit von Medizinprodukten.

Die Projektgruppe VAD/Kunstherztechnologien erarbeitete eine Stellungnahme an das DRG-Institut wegen der Nichtberücksichtigung der VAD-Therapie im Rahmen der Erstkalkulation der DRGs.

Dieser Themen- und Aktivitätenkatalog dokumentiert eindrucksvoll die enorme Vielfalt der Branche und damit auch die Vielfalt innerhalb des BVMed.


 


  • Share on Facebook
  • Share on Twitter