Krankenhaus

Jahr 2000-Umstellung/Schaltjahr: Medizinprodukteindustrie erwartet auch für den 29. Februar 2000 keine Auswirkungen

03.02.2000 - 6/00

Wiesbaden. Die Medizinprodukteindustrie in Deutschland erwartet auch für den in der Jahr 2000-Literatur als kritisch angesehenen 29. Februar 2000 keine Auswirkungen auf Medizinprodukte oder die Kommunikationssysteme der Hersteller von Medizinprodukten. Das teilte BVMed-Geschäftsführer Joachim M. Schmitt nach einer Umfrage unter den über 160 Mitgliedsunternehmen des Verbandes heute in Wiesbaden mit.


Nach Angaben der Hersteller von Medizinprodukten seien die Vorbereitungen auf den 29. Februar 2000 bereits mit den Arbeiten an der Jahr 2000-Umstellung abgeschlossen worden. Der 29. Februar gilt bei Experten wegen des außerordentlichen Schaltjahres als problematisch. Auf Grund der guten Vorbereitungen der Branche und dem reibungslosen Jahr 2000-Übergang werde aber nicht mit Problemen gerechnet. Somit werde es auch keine Engpässe bei der Verfügbarkeit von Medizinprodukten geben. Auch bestehe nach Angaben der Hersteller keine Gefahr von Patientengefährdungen.

Die außerordentlich gut verlaufene Jahr 2000-Umstellung habe gezeigt, so Schmitt, dass sich die Unternehmen insbesondere in der Gesundheitsbranche frühzeitig ihrer Verantwortung für die Patientensicherheit gestellt haben. Da die getestete Jahr 2000-Fähigkeit der Systeme und Medizinprodukte auch die Erkennung des Schaltjahres beinhaltete, erwartet die Medizinproduktebranche an diesem Tag keine Probleme.

Der BVMed hatte bereits im Sommer 1998 eine eigene Projektgruppe zur Jahr 2000-Umstellung mit Experten aus den Unternehmen gegründet, eigene Internetseiten eingerichtet und ein Servicepaket insbesondere für die Krankenhäuser zusammengestellt. Im November 1998 schrieb der BVMed erstmals alle Krankenhäuser in Deutschland an und machte auf die detaillierte, fünfseitige BVMed-Checkliste für Krankenhäuser aufmerksam. Auch im Vorfeld der MEDICA im November 1999 wandte sich der Industrieverband nochmals an alle Krankenhäuser. Der Hinweis des BVMed, Überbevorratungen von Medizinprodukten seien wegen der guten Vorbereitungen der Branche unnötig, erwiesen sich dabei im Nachhinein als zutreffend. Es gab zu Beginn des Jahres keinerlei Versorgungsengpässe bei Medizinprodukten, so der BVMed.


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