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Krankenhaus
Infektionsgefahren bei Retouren von Medizinprodukten: BVMed legt Handlungsempfehlungen vor
29.10.2002 - 73/02
Eine Retoure bzw. Rückware ist jedes Produkt, das, unabhängig davon, ob gebraucht oder nicht gebraucht, vom Kunden zurückgegeben wird. Das können z. B. Medizinprodukte sein, die reklamiert werden oder die zur Reparatur kommen. Als kontaminiert werden alle Retouren betrachtet, die Kontakt mit Blut, Sekreten oder anderen Körperausscheidungen oder mit hochwirksamen Arzneimitteln hatten.
Dabei kommt es in der Praxis häufig vor, dass z. B. mit Körperflüssigkeiten behaftete und unzureichend verpackte Medizinprodukte an den Sicherheitbeauftragten des Herstellers zurückgesendet werden. Dies bedeutet eine Infektionsgefährdung für das Unternehmen, aber im ersten Schritt auch für das Krankenhauspersonal.
Das Ziel der BVMed-Aufklärungsarbeit ist es, eine zuverlässige Behandlung der Retouren sicher zu stellen. Diese wird, im Bedarfsfall, durch Verfahren zur Dekontamination, sowie die richtige Verpackung und eine eindeutige Kennzeichnung der Rückwaren erreicht.
In einem ersten Schritt hat der BVMed in einer Projektgruppe einen Leitfaden zum Umgang mit kontaminierten Retouren erarbeitet. Der Leitfaden wurde auf einer MedInform-Veranstaltung zum Thema "Patientenschutz" im Juni 2002 vorgestellt und dient als Diskussionsgrundlage.
Der Leitfaden kann beim BVMed (E-Mail an vogt@bvmed.de) angefordert werden.
Als weitere Schritte plant der BVMed u. a.:
:: Intensivierung des Dialogs mit den Krankenhäusern,
:: Erstellung einer Kurzinformation zur Verteilung an Krankenhäuser und Hersteller.
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Vermeidung von Nadelstichverletzungen
Etwa 4,2 Millionen Menschen in Deutschland arbeiten im Gesundheitswesen: Als Ärzte, Schwestern, Pfleger. Hinzu kommen noch einmal ungezählte Reinigungskräfte, die im Hintergrund für den sicheren Betrieb in den Praxen und Kliniken sorgen. Sie alle setzen sich täglich einem großen Verletzungsrisiko aus, während sie für andere Menschen sorgen. Und damit dem Risiko, sich bei den Patienten selbst mit Krankheiten an zu stecken. Die moderne Medizintechnologie kann diese Gefahr bannen: Mit Arbeitsgeräten, die Schnitt- oder Stichverletzungen verhindern helfen.
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