Innovationen

Neue BVMed-Publikation „Geschichte und Trends der Medizintechnologie“: „Wir stehen am Beginn einer medizintechnologischen Revolution“

07.12.2004 - 77/04

Berlin. Der Bundesverband Medizintechnologie, BVMed, gibt in einer neuen Publikation mit dem Titel „Geschichte und Trends der Medizintechnologie“ einen umfassenden Überblick über die historische Entwicklung der Medizintechnologie - ergänzt um einen Ausblick in die Zukunft der Branche. Die 28-seitige Farbbroschüre kann beim BVMed kostenfrei bestellt oder unter http://www.bvmed.de/publikationen/ heruntergeladen werden.


Die Ursprünge der Medizintechnologie gehen weit zurück, sind aber nur wenig erforscht oder systematisch aufbereitet, heißt es in der Einleitung der Broschüre. Zwar gebe es an allen Universitäten Lehrstühle für Medizingeschichte. Medizintechnologien bzw. Medizintechnik spielen dort jedoch meist keine Rolle. Der BVMed gibt mit der neuen Publikation einen Überblick über die historische Entwicklung der Medizintechnologie anhand ausgewählter Produkt- und Therapiebereiche: „Wundversorgung“, „Chirurgische Instrumente und Krankenhausartikel“, „Untersuchungs- und OP-Methoden“, „Auge“, „Knochen und Gelenke“, „Herz und Gefäße“ sowie „Enterale Ernährung“. In Exkursen geht es um „Kunststoffe in der Medizin“ sowie um verschiedene historische Patientengeschichten wie die von Alois Alzheimer, Rudolf Virchow und Johann Sebastian Bach.

Am Ende der Broschüre steht eine ausführliche Darstellung der „Trends der Medizintechnologie“. Beispiele für Medizintechnologien der Zukunft, die ausführlich beleuchtet werden, sind regenerative Medizin bzw. Tissue Engineering, Zelltherapien, Nanomedizin, minimal-invasive chirurgische Technologien, hochentwickelte biomedizinische Werkstoffe, Vernetzung von medizintechnologischen Produkten und Krankenhaussystemen durch Informationstechnologien sowie Telemedizin. Die verschiedenen medizinischen Anwendungsbereiche der Nanotechnologie sind dabei ein besonderer Schwerpunkt: von „künstlichen Muskeln“ und Nanorobotern über Produkte aus menschlichem Gewebe bis hin zu hochentwickelten Materialien für Implantate und neue „intelligente“ Werkstoffe.

Fazit der Publikation: „Die Entwicklung der Medizintechnologie war in den letzten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts äußerst dynamisch. Kunststoffeinmalprodukte, künstlicher Gelenkersatz, Schrittmachertechnologien oder minimal-invasive Verfahren sorgten für einen hohen Standard in der medizintechnischen Versorgung. Trotz all dieser Fortschritte müssen wir feststellen: Wir stehen erst ganz am Anfang einer medizintechnologischen Revolution.“ Dies werfe aber auch ethische Fragen auf. „Es muss vor allem offen darüber diskutiert werden, wie auch künftig die Innovationen der Medizintechnologie allen Patienten zeitnah zur Verfügung gestellt werden können. Dafür brauchen wir eine Neuorientierung des deutschen Gesundheitswesens hin zu einer modernen und innovativen Gesundheitswirtschaft“, so der BVMed.

Hinweis: Die farbige, 28-seitige Broschüre kann kostenfrei beim BVMed, Reinhardtstr. 29 b, 10117 Berlin, info@bvmed.de, bezogen werden. Sie kann auch unter www.bvmed.de (Publikationen) heruntergeladen werden.


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