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Innovationen
BVMed-Fachbereich „Periphere Gefäßmedizin“ unterstützt Versorgungsforschung durch ein PTA-Register
05.10.2005 - 66/05
Bei dem Krankheitsbild sind in über 90 Prozent der Fälle die Gefäße im Becken und in den Beinen betroffen. Diese Verengungen der Beinarterien führen zu Durchblutungsstörungen in den Beinen und zwingen die Betroffenen zu Gehpausen. Daher wird die Erkrankung auch als Schaufensterkrankheit (Claudicatio intermittens) bezeichnet. Hauptursache der pAVK ist die Arteriosklerose. In Deutschland leiden etwa 20 Prozent der Bevölkerung über 55 Jahre an Durchblutungsstörungen. Männer sind fünfmal häufiger betroffen als Frauen.
Bei der Behandlung wird das Gefäß zunächst mit einem Ballonkatheter geweitet (interventionelle Kathetertherapie in Form der perkutanen transluminalen Angioplastie, PTA). In vielen Fällen verbleibt dann eine Gefäßstütze, ein so genannter Stent, in dem Gefäß, um es dauerhaft offenzuhalten. Da die Datenlage zum Krankheitsbild schlecht ist, werden Patientendaten seit September 2005 in einer Registerstudie, kurz: PTAREG, multizentrisch erfasst. Dazu BVMed-Geschäftsführer Joachim M. Schmitt: „Die Unternehmen der Medizintechnologie unterstützen mit diesem Projekt aktiv mehr Versorgungsforschung, um beispielsweise den wirtschaftlichen und medizinischen Aufwand einer Therapie darzustellen und so die individuellen Vorteile für Patienten und die Volkswirtschaft langfristig aufzeigen zu können.“ Unterstützt wird das Registerprojekt von zehn Unternehmen aus der Medizintechnologie und Pharmazie unter der Koordination des BVMed.
Ziel des interdisziplinären Registers unter der Leitung von Prof. Dr. Karl-Ludwig Schulte ist es, relevante Daten zur Verfügung zu stellen, um die Entwicklung von Standards und Leitlinien voranzutreiben. Zudem werden Lebensqualitätsparameter und gesundheitsökonomische Analysen ermöglicht, um damit die Patientenversorgung langfristig zu verbessern. Da eine Gesamterfassung aller ambulant und stationär durchgeführten Katheterinterventionen von der Kostenseite her unmöglich ist, wird eine registerbasierte Kohortenstudie durchgeführt. Indikationsstellungen zur Intervention sollen überprüft und langfristig vereinheitlicht werden. Ergänzend soll das peri- und postinterventionelle Vorgehen erfasst und standardisiert, die Komplikationsraten beschrieben, Langzeiterfolge nachgewiesen und langfristig die Qualität der Eingriffe verbessert werden. Es wird davon ausgegangen, dass für valide Aussagen Daten von rund 2000 Patienten dokumentiert werden müssen. Die aktive Teilnahme von 40 Zentren ist vorgesehen.
Mehr Informationen zum PTA-Register gibt es unter http://pta-register.ikkf.de.
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