DRG-System

Zweites Fallpauschalen-Anpassungsgesetz: BVMed fordert Ausgleichsmechanismen bei DRGs mit hohem Sachkostenanteil

01.06.2004 - 37/04

Berlin. Geeignete Ausgleichsmechanismen bei Krankenhaus-Fallpauschalen mit hohem Sachkostenanteil fordert der Bundesverband Medizintechnologie, BVMed, vor dem Hintergrund des jetzt vorgelegten Referentenentwurfs des Gesundheitsministeriums zur Änderung des DRG-Fallpauschalengesetzes (DRGs = Diagnosis Related Groups).


Der Gesetzgeber habe nach Ansicht des BVMed erkannt, dass die ursprünglich vorgesehene Scharfschaltung des DRG-Systems nach einer dreijährigen Anpassungsphase bereits im Jahr 2007 verfrüht ist.

„Die gemeldeten Daten sind noch zu stark fehlerbehaftet, die Kalkulationsmethodik noch zu unscharf und die Repräsentativität noch nicht vorhanden, um eine sachgerechte Abbildung der Krankenhausleistungen im Bereich qualitativ hochwertiger Medizintechnologien (Implantate) zu ermöglichen. Daher befürworten wir die Absicht des Ministeriums, qualitätssteigernde Maßnahmen für den DRG-Katalog zu schaffen, insbesondere die Bildung repräsentativer Krankenhausstichproben für die DRG-Kalkulation“, so der BVMed in einer ersten Stellungnahme zum Referentenentwurf.

Die Unternehmen der Medizintechnologie befürchten aber weiterhin, dass trotz der Streckung der Konvergenzphase und dem Festhalten an den bisherigen Finanzierungsquoten bei der prospektiven Berücksichtigung zusätzlicher Fälle die erforderliche Versorgung mit innovativen Medizintechnologien erheblich behindert wird. „Das Festhalten an der Beitragssatzstabilität kommt noch erschwerend hinzu. Die Unternehmen befürchten daher Rationierungen. Dringend notwendig sind daher sachgerechte Ausgleichsmechanismen bei den Fallpauschalen mit hohem Sachkostenanteil“, so der BVMed.


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