DRG-System

BVMed: Neue Verfahren der Medizintechnologie in den OPS-Prozedurenkatalog aufgenommen

27.09.2005 - 62/05

Berlin. Im neuen Prozedurenkatalog OPS-301 für das Jahr 2006 sind zahlreiche neue Verfahren der Medizintechnologie abgebildet. Auf diese positive Entwicklung hat der Bundesverband Medizintechnologie, BVMed, hingewiesen. Das Deutsche Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) hatte die vorläufige Fassung des OPS 2006 mit dem Erweiterungskatalog vergangene Woche als „Vorabversion” auf den Internetseiten veröffentlicht.


Hintergrund ist, dass zur Weiterentwicklung des DRG-Systems für die Krankenhäuser die Klassifikationen OPS und ICD-10 jährlich angepasst werden. Die nun vom DIMDI veröffentlichte vorläufige Fassung enthält Änderungen aus dem Vorschlagsverfahren für das Jahr 2006 und dem Kalkulationsverfahren des DRG-Instituts (InEK).

„Durch die differenzierte Prozedurenverschlüsselung von innovativen, hochwertigen Verfah-ren der Medizintechnologie wird im Klinikbereich das Kalkulationsverfahren 2006 für die Krankenhaus-Fallpauschalen sachgerechter“, so BVMed-Geschäftsführer Joachim M. Schmitt.

Künftig werden u. a. zusätzlich folgende medizintechnische Verfahren bzw. Produkte klassifiziert:

:: Endovaskuläre Operationen an Herzklappen;
:: Interoperative ablative Maßnahmen bei Tachyarrhythmie (konventionelle und gekühlte Radiofrequenzablation, Ablation mit anderen Energiequellen);
:: Verwendung von Herzschrittmachern und ICD mit automatischem Fernüberwachungssystem und zusätzlicher Messfunktion für das Lungenwasser;
:: Implantation oder Wechsel eines Magenbandes;
:: Spezielle Zellaphereseverfahren;
:: Rotationsthrombektomie;
:: Stanzbiopsien.

Der BVMed sprach dem DIMDI seine Anerkennung dafür aus, dass die Vorschläge in der vom Institut selbst gesetzten Frist von unter sechs Monaten geprüft und in den Katalog eingearbei-tet wurden. Die genannten Medizintechnologien können damit im DRG-Prozess besser abge-bildet werden, da eine OPS-Klassifizierung hierzu eine Voraussetzung darstellt. Die Kranken-häuser erhalten mit dem erweiterten OPS-Katalog ein wertvolles Instrumentarium für kom-mende Vergütungsverhandlungen, da sie u. a. ihre medizintechnologischen Prozeduren diffe-renzierter darstellen können und den tatsächlichen Aufwand für ihre Leistungen transparen-ter machen.


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