DRG-System

Fallpauschalensystem im Krankenhaus: BVMed schlägt neue OPS-Schlüssel zur Etablierung und Klassifizierung innovativer Medizintechnologien in den DRGs vor

10.03.2003 - 18/03

Berlin. Der Bundesverband Medizintechnologie, BVMed, hat zur Etablierung und Klassifizierung von innovativen Medizintechnologien im neuen Krankenhaus-Fallpauschalensystem neue Operationsschlüssel (OPS) unter anderem für medikamenten-freisetzende Stents sowie Aphereseverfahren vorgeschlagen. Entsprechende Anträge hat der BVMed beim Deutschen Institut für Medizinische Dokumentation und Informationen, DIMDI, eingebracht.


Grundlage des DRG-basierten Vergütungssystems sind die Diagnosen- und Prozedurenklassifikationen (ICD-10 und OPS-301), die bereits für die Abrechnung von Sonderentgelten und Fallpauschalen in der stationären Versorgung verwendet wurden.

Der BVMed hat dem DIMDI folgende Vorschläge für neue Operationsschlüssel zugeleitet:

:: Differenzierung zwischen nicht-medikamenten-freisetzenden und medikamenten-freisetzenden Stents;
:: Neuromodulationsverfahren;
:: Therapie bei Herzinsuffizienz mit einem implantierbaren Impulsgenerator;
:: Extrakorporales Leberunterstützungssystem;
:: Einlegen eines Dermis-Implantates.

Ziel des BVMed ist es, eine zügige und sachgerechte Anpassung des Klassifikationssystems für diese innovativen Verfahren, die schon heute im klinischen Alltag angewendet werden, zum verbindlichen DRG-Start 2004 sicherzustellen.

„Nur die kontinuierliche Anpassung des Klassifikationssystems gewährleistet die notwendige Berücksichtigung von innovativen medizintechnologischen Verfahren im  DRG-Fallpauschalensystem“, so BVMed-Geschäftsführer Joachim M. Schmitt.

Die Vorschläge des BVMed sind dem Zentrum für Medizinische Klassifikation (DZMK) beim Deutschen Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) zur Umsetzung des Klassifikationsverfahrens zugeleitet worden.


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