Medizintechnologie e.V.
Reinhardtstr. 29 b
D - 10117 Berlin
Tel. (030) 246 255 - 0
Fax. (030) 246 255 - 99
info@bvmed.de
Oeffentlichkeitsarbeit
BVMed-Filmservice mit neuem Film zur schonenden Behandlung von Wirbelkörperbrüchen
14.07.2009 - 68/09
Etwa acht Millionen Deutsche und damit zehn Prozent der Bevölkerung leiden im Alter an Osteoporose, also Knochenschwund. Ein Drittel von ihnen erleidet Brüche der Wirbelkörper. Ihr Rückgrat sackt zusammen, manchmal ganz ohne äußere Einwirkung. Die häufige Folge ist unerträglicher Schmerz, den keine Physiotherapie dauerhaft mildern kann. Selbst starke Schmerzmittel versagen oft. Dann ist die Auffüllung der Wirbelkörper mit einem stabilisierenden Zement das Mittel der Wahl: ein schonendes Verfahren zur dauerhaften Schmerzbeseitigung. Eine Studie mit 300 Betroffenen aus acht Ländern hat das kürzlich bestätigt. Bei Patienten mit Grunderkrankungen wie Krebs, die ebenfalls unter instabilen Wirbelkörpern leiden können, ist die Methode seit langem bewährt.
Der BVMed-Patienteninformationsfilm beschreibt mit Hilfe des ärztlichen Experten Prof. Dr. Leonard Bastian, Direktor Orthopädie des Klinikums Leverkusen, und anhand zweier Patientgeschichten die minimal-invasiven Behandlungsoptionen wie Vertrebroplastie und Ballonkyphoplastie. Bei diesem Verfahren wird zunächst über einen sehr schmalen Schnitt ein „Kanal“ zum eingebrochenen Wirbelkörper gelegt. Durch diesen wird ein spezieller Ballon mittels Katheter in den Wirbel eingeführt. An Ort und Stelle dehnt sich der Ballon vorsichtig auf – so wird die Höhe des zusammengefallenen Wirbelkörpers wieder hergestellt. Ist die richtige Position erreicht, entfernt der Arzt den Ballon wieder. In einem weiteren Schritt wird der entstandene Hohlraum unter Röntgenkontrolle mit einem speziellen, dickflüssigen Knochenzement ausgefüllt, der Knochen dadurch gestützt, die Fraktur stabilisiert und der Wirbelkörper kann in natürlicher Stellung verheilen.
Die Vertebroplastie verläuft in großen Teilen ähnlich der Ballonkyphoplastie. Einziger Unterschied: Hier bringt der behandelnde Arzt unter Röntgenkontrolle eine Nadel direkt in den betroffenen Wirbelkörper ein. Vorsichtig wird dann der Knochenzement hineingeleitet und stabilisiert so den Wirbel.
Beide Eingriffe dauern nur ca. 45 Minuten. Im Anschluss muss der Patient noch etwa zwei Tage im Krankenhaus verbringen und kann dann seine gewohnten täglichen Aktivitäten wieder aufnehmen. Die Kosten für die beiden Verfahren werden von den Krankenkassen im Rahmen des stationären Aufenthaltes übernommen. Aufgrund der guten Behandlungsresultate und der hohen Sicherheit dieser Verfahren wenden immer mehr deutsche Kliniken diese innovativen und schonenden Techniken an.
Der Film sowie Zusatzmaterial wie eine Footage-Shotlist oder ein Sprechertext befinden sich im Internet unter www.tvservice.bvmed.de/cat/tv.
Im Filmservice des BVMed sind bereits folgende Themen erschienen:
- Wirbelkörper-Brüche: Schmerzfrei durch moderne Technologien
- Gebärmutter-Myome: rettender Infarkt statt Totaloperation
- Neurostimulation: Impulse für neue Lebensqualität
- Künstliche Bandscheiben: neue Beweglichkeit ohne Schmerzen
- Telekardiologie - Sicherheit für Herzpatienten
- Krankhafte Fettsucht: Hilfe aus der Chirurgie
- Technik ohne Nebenwirkungen: Diagnose im Darm
- Nanotechnologie - schonende Therapie gegen Tumore
- Heilen mit Biotechnologie - Knorpelersatz im Knie
- Patientenmobilität durch Infusionstherapien
- Fortschritte beim Gelenkersatz
- Sicherheitsprodukte vermeiden Nadelstichverletzungen
- Neue Verfahren in der Augenchirurgie
- Moderne Wundversorgung
- Medikament-freisetzende Stents
- Kardio: "Schrittmacher Medizintechnologie"
Diese Inhalte könnten für Sie ebenfalls interessant sein:
Neu: MedTech-Bilderwelten
Informationsfilm
Fortschritte beim Gelenkersatz
Die durchschnittliche Lebenserwartung steigt in unserer Gesellschaft stetig an. Mit ihr leider auch die Zahl der Menschen, die an degenerativen Erkrankungen des Skelettes leiden, insbesondere der Gelenke. Immer mehr Menschen werden deshalb ein künstliches Gelenk benötigen. Die Forschung konzentriert sich besonders darauf, Prothesen haltbarer zu machen und immer schonender einbauen zu können - damit sie problemlos mit ihrem Träger alt werden, also langfristig Lebensqualität sichern.
> Fortschritte beim Gelenkersatz
Aktuelle Themen
- Dekubitus
- Erhebungsbogen
- Erstattung
- Hilfsmittel
- Homecare
- Inkontinenz
- Kodex
- Medizinprodukte
- Medizinprodukteberater
- Medizinprodukterecht
- Nadelstichverletzungen
- Tracheostoma
- UDI
- Versorgungsstrukturgesetz
- Wundversorgung




