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Oeffentlichkeitsarbeit
Umfrage: Kommunikations- und Medienarbeit gewinnt für die Unternehmen der Medizintechnologie erheblich an Bedeutung
30.05.2006 - 40/06
Die Umfrageergebnisse zeigen bei der aktuellen Situation der Kommunikationsarbeit in den Unternehmen der Branche auch Defizite auf. So hat nur ein knappes Viertel (23,6 Prozent) der Unternehmen eine eigene Kommunikationsabteilung. Bei knapp der Hälfte der Unternehmen ist die Kommunikationsveranwortung in der Marketingabteilung angesiedelt (47,2 Prozent). 20,2 Prozent der an der Befragung teilgenommenen Unternehmen haben eine Stabstelle mit direkter Anbindung an die Geschäftsführung. Bei 12,4 Prozent ist die Geschäftsführung selbst für die Kommunikationsarbeit verantwortlich.
Ärzte (80 Prozent) und Entscheider wie Politik, Kassen und Klinikmanager (73,3 Prozent) sind mit Abstand die wichtigsten Zielgruppen der Kommunikationsarbeit der MedTech-Unternehmen. Mit großem Abstand folgen die Patienten (47,8 Prozent) und die Medien (31,1 Prozent). Die Medienarbeit wird also nach wie vor eher vernachlässigt oder zu gering geschätzt. Die verwendeten Instrumente der Kommunikationsarbeit sind eher klassisch: Website, Pressemeldungen, Anzeigen, Broschüren und Infoflyer stehen an der Spitze. Patientengeschichten und direkte Medienkontakte sind eher nachrangig. TV, Hörfunk und Blogs spielen keine Rolle.
Zwei Drittel der 90 Unternehmen, die sich an der Umfrage beteiligt haben, arbeiten mit PR-Agenturen zusammen. 25 Prozent sogar mit mehr als einer Agentur. Am wichtigsten sind den Unternehmen dabei überzeugende Konzepte und das Spezialwissen der Dienstleister. Die Benotung der Arbeit der PR-Agenturen fällt mit 2,4 eher durchschnittlich aus. Das PR-Budget ist zu knapp 80 Prozent Teil des Marketingbudgets. Trotz der wachsenden Bedeutung von Kommunikationsarbeit wachsen die PR-Budgets aber kaum. Zuwächse und Reduzierungen halten sich weitestgehend die Waage. Die Verknüpfung von Marketing-, PR- und z. B. Außendienstaktivitäten im Sinne „integrierter Kommunikation“ sehen über 90 Prozent als überaus wichtig an. Aber nur rund 45 Prozent praktizieren dies bereits. Die Erfolgsmessung der Kommunikationsmaßnahmen beschränkt sich weitestgehend auf Clippings und Pressedokumentationen.
Eine weitere Umfrage zu TV- und Hörfunknutzung zeigt, dass zwei Drittel der beteiligten Unternehmen dem Filmmaterial für die MedTech-Branche eine größere Bedeutung beimessen.
Detaillierte Ergebnisse der Umfrage zur Bedeutung von Kommunikationsarbeit in der MedTech-Branche können bei der BVMed-Pressestelle angefordert werden.
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