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Hilfsmittel
BVMed: „Heil- und Hilfsmittel nicht in einen Topf werfen!“ / Ausgaben für Hilfsmittel sind weit geringer angestiegen als für Heilmittel
04.04.2003 - 24/03
„Zusammen genommen stiegen die GKV-Ausgaben 2002 für Heil- und Hilfsmittel um 8 %. Tatsache ist aber, dass die Hilfsmittelausgaben nur um 4,1 % zunahmen. Das ist angesichts der enormen Fallzahlsteigerungen sehr moderat. Die Ausgaben für Heilmittel stiegen dagegen um 15,4 %. Der BVMed plädiert deshalb dafür, in Anlehnung an die Veröffentlichungen des Bundesgesundheitsministeriums Heil- und Hilfsmittel getrennt zu bewerten, denn es geht um zwei völlig verschiedene Bereiche“, so BVMed-Geschäftsführer Joachim M. Schmitt.
Zur Klarstellung teilt der BVMed mit:
- Hilfsmittel sind sächliche medizinische Leistungen. Zu ihnen gehören z. B. Körperersatzstücke und orthopädische Hilfsmittel, Seh- und Hörhilfen, Inkontinenz- und Stomaartikel, sowie technische Produkte wie Applikationshilfen und Inhalationsgeräte.
- Heilmittel sollten dagegen besser als Heilleistungen bezeichnet werden. Es sind persönlich erbrachte medizinische Leistungen, insbesondere Leistungen der Physiotherapie, der Sprachtherapie und der Beschäftigungstherapie.
Die Hilfsmittelausgaben der GKV betragen insgesamt 4,2 Mrd. €.
Die Versorgung der Bevölkerung mit qualitativ hochwertigen Hilfsmitteln müsse auch in Zukunft ohne Abstriche gewährleistet bleiben. „Stoma- und Inkontinenzprodukte oder Hilfsmittel zum Ausgleich von Behinderungen sind für die betroffenen Patienten unerlässlich. Dazu gibt es keine Alternativen“, so der BVMed.
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