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Wundversorgung
IGSF-Studie bei niedergelassenen Ärzten: Versorgung von Patienten mit chronischen Wunden ist mangelhaft
12.03.2007 - 22/07
Um eine flächendeckende bedarfsgerechte Wundversorgung sicherzustellen, halten 66 Prozent der befragten Ärzte eine Modifizierung des EBM für eine erforderliche Maßnahme. Etwa 60 Prozent sind der Ansicht, dass die Berücksichtigung der Versorgung chronischer Wunden als Praxisbesonderheit eine geeignete Maßnahme wäre.
Das IGSF hatte im Herbst 2006 im Auftrag des BVMed eine Meinungsumfrage zur Versorgung von Patienten mit chronischen Wunden (Dekubitus, Ulcus cruris, Diabetisches Fußsyndrom) bei 20.000 zufällig ausgewählten niedergelassenen Ärzten für Allgemeinmedizin bzw. praktischen Ärzten, Internisten, Chirurgen und Dermatologen durchgeführt. Insgesamt haben 853 Ärzte (4,3 Prozent) den ausgefüllten Fragebogen zurückgeschickt. 62,9 Prozent der Ärzte waren Ärzte für Allgemeinmedizin bzw. praktische Ärzte, 15,9 Prozent Internisten, 12,0 Prozent Chirurgen und 9,2 Dermatologen. Die Ergebnisse der Umfrage können zwar nicht die Situation aller Patienten mit chronischen Wunden in Deutschland repräsentieren, geben jedoch deutliche Hinweise auf die Versorgungssituation.
Obwohl 40 Prozent der teilnehmenden Ärzte selbst moderne Wundversorgungsprodukte einsetzen, schätzen nur etwa 16 Prozent die Versorgungsqualität in Deutschland als gut oder sehr gut ein. Ein Viertel der Ärzte sieht die Versorgungsqualität sogar als ungenügend an. Lediglich vier Prozent der Ärzte gehen davon aus, dass alle Patienten mit chronischen Wunden ärztlich versorgt werden. Etwa 70 Prozent der teilnehmenden Ärzte sind der Meinung, dass die Gesamtkosten der Behandlung von Patienten mit chronischen Wunden durch den Einsatz moderner Wundversorgungsprodukte verringert werden können. Eine Verbesserung der Patientencompliance durch die Verwendung moderner Wundversorgungsprodukte sehen sogar beinahe 90 Prozent der befragten Ärzte.
Der überwiegende Teil der Ärzte (87,4 Prozent) hat pro Quartal einen Anteil von Fällen mit chronischen Wunden von bis zu 10 Prozent. Nur etwa 1,3 Prozent der Ärzte haben angegeben, dass sie keine Patienten mit chronischen Wunden versorgen und nur 2,2 Prozent haben einen Anteil von Patienten mit chronischen Wunden, der bei mindestens 20 Prozent liegt. Dies bedeutet, dass sich grundsätzlich jeder Arzt mit der Versorgung chronischer Wunden auseinandersetzen muss.
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Moderne Wundversorgung
In Deutschland leiden etwa 4 Millionen Menschen an chronischen Wunden, zum Beispiel an offenen Beinen. Um diese Wunden zum Heilen zu bringen, reicht es nicht aus, wenn nur die jeweilige Grunderkrankung behandelt wird. Ohne die richtige äußerliche Versorgung bleibt das Problem über Jahre bestehen. Und das tut es leider bei den meisten Patienten. Moderne, feuchte Wundversorgungsprodukte sind auf dem Markt, aber die wenigsten Ärzte wenden sie an. Aus Unkenntnis oder aus Kostengründen.
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