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Pflege/Pflegeheime
Date
MedInform-Konferenz "Was bedeutet die Pflegereform für Medizintechnologien"
Datum: Dienstag, 04.03.2008 09:30
Ort: Berlin, MARITIM proArte Hotel
ÜBERSICHT
Zum Thema
Der Gesetzentwurf zur strukturellen Weiterentwicklung der Pflegeversicherung (Pflegeversicherungsweiterentwicklungsgesetz)
befindet sich momentan in der parlamentarischen Beratung, deren Abschluss für den 7. März 2008 vorgesehen ist. Das Gesetz soll zum 1. Juli 2008 in Kraft treten.
Nicht unumstritten ist die mit dem Gesetz vorgesehene Einführung von Pflegestützpunkten mit dem Individualanspruch auf eine umfassende Pflegeberatung (Fallmanagement). Pflegegutscheine und Budgets wurden als Alternativen ins Gespräch gebracht.
Wie können letztlich Doppelstrukturen vermieden werden? Dies ist einer der zentralen Gesichtpunkte der Diskussion zum Gesetzesvorhaben. Wie weit gehen die Steuerungs- und Leistungskompetenzen der neuen Struktur? Dies ist nicht nur eine bürokratische Frage, sondern wird konkrete Auswirkungen auf die Leistungserbringer haben. Dabei geht es nicht nur um die Pflegeversicherung, sondern auch darum, wie mit den bisherigen SGB-V-Leistungen umgegangen wird. Können die vorgesehenen Pflegestützpunkte zukünftig auch hierauf Einfluss nehmen?
Mit dem Gesetz ist außerdem eine Anhebung der seit Inkrafttreten der Pflegeversicherung im Jahre 1995 nicht angepassten Leistungen vorgesehen. Diese sollen auch in Zukunft regelmäßig dynamisiert werden. Weiterhin sind
zukünftig Leistungen für Menschen mit eingeschränkter Alltagskompetenz und der so genannten "Pflegestufe 0" vorgesehen. Dies schafft neue Möglichkeiten für Leistungserbringer, die es zu nutzen gilt.
Nachfolgende Schlagworte werden daher künftig Einfluss auf die Ausgestaltung der Pflegeversicherung haben:
- erweiterte Einsatzmöglichkeiten von Einzelpflegekräften
- Verbesserung der Rahmenbedingungen für neue Wohnformen
durch die gemeinsame Inanspruchnahme von
Leistungen - Verbesserung der Leistungen der Tages- und Nachtpflege
- Ausbau der Qualitätssicherung und Transparenz
- Abbau von Schnittstellenproblemen
Eines ist auch klar: Zusätzliche Leistungen gibt es nicht zum Nulltarif. Deshalb ist eine Erhöhung der Beitragssätze zur gesetzlichen Pflegeversicherung um 0,25 % zum 1. Juli 2008 vorgesehen. Es stellt sich in diesem Zusammenhang lediglich die Frage: Kommen die zusätzlichen Mittel auch bei den Pflegebedürftigen an?
Diese und ähnlich gelagerte Fragen sollen im Rahmen der Veranstaltung geklärt werden.
Ziel
Dieses Seminar richtet sich an alle Marktteilnehmer im Pflege- und Homecare-Bereich. Ihnen soll ein Überblick über die Änderungen, die Umsetzungen und die möglichen Auswirkungen des Pflegeversicherungsweiterentwicklungsgesetzes
gegeben werden.
Was passiert zukünftig mit bestehenden Versorgungs- und Fallmanagementangeboten? Welche Marktpositionierung ist für Hersteller, Homecareuntnehmen und Pflegedienste sinnvoll? Was bedeuten die neuen Strukturen in der Pflegeversicherung? Wie soll die Zusammenarbeit vor Ort mit den neuen Strukturen funktionieren?
Mit dem Bundestagsabgeordneten Willi Zylajew haben wir einen profunden Kenner der Materie und Verhandler der Pflegereform eingeladen, der uns kurz vor der abschließenden Lesung im Parlament die letzten Entwicklungen darstellen wird.
Referenten
- Björn Kleiner, Leiter Referat politische Kontakte, Bundesverband
Medizintechnologie e. V. (BVMed), Berlin - Dieter Lang, Referent für den Bereich Pflege, Verbraucherzentrale Bundesverband e. V. (vzbv), Berlin
- Katrin Kollex, Abteilung Recht- und Öffentlichkeitsarbeit,
Bereich Gesundheitspolitik, GHD GesundHeits
GmbH Deutschland, Ahrensburg - Dr. Andrea Schlosshan, Referat Gesundheitspolitik, Paul
Hartmann AG, Heidenheim - Willi Zylajew, MdB, Pflegepolitischer Sprecher der CDU/
CSU-Bundestagsfraktion, Berlin - Bernd Tews, Geschäftsführer, Bundesverband privater Anbieter
sozialer Dienste e. V. (bpa), Berlin - Dr. Elisabeth Fix, Referentin für Rehabilitation, Altenund
Gesundheitspolitik, Deutscher Caritasverband e. V.,
Berlin - Paul-Jürgen Schiffer, Leiter der Abteilung Pflege, Verband
der Angestellten-Krankenkassen e. V./Arbeiter-Ersatzkassen-Verband e. V. (VdAK/AEV), Siegburg - Franz Wagner, Vizepräsident, Deutscher Pflegerat e. V.;
Bundesgeschäftsführer, Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe e. V. (DBfK), Berlin
Moderation
- Joachim M. Schmitt, Geschäftsführer/Mitglied des Vorstands,
Bundesverband Medizintechnologie e. V. (BVMed), Berlin
PROGRAMM
9.30 Uhr
Kaffee-Empfang
10.00 Uhr
Überblick zum aktuellen Stand der Pflegereform
- Was ist passiert?
- Welche grundlegenden Änderungen wird es geben?
Björn Kleiner, BVMed
10.15 Uhr
Die Pflegereform aus Sicht der Verbraucher
- Welche Vor- und Nachteile bringt die Reform für die Pflegebedürftigen und deren Angehörige?
Dieter Lang, Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv)
10.30 Uhr
Homecare-Versorgung heute und in Zukunft
- Gesetzliche und tatsächliche Rahmenbedingungen nach dem GKV-WSG und dem Pflegeweiterentwicklungsgesetz
- Wie sieht das Versorgungsmanagement der Zukunft aus?
Katrin Kollex, GHD GesundHeits GmbH Deutschland
11.00 Uhr
Kaffeepause
11.30 Uhr
Mögliche Chancen und Risiken der Pflegereform für Hersteller von Medizinprodukten
- Welche Neuregelungen haben Relevanz?
- Wo bestehen Schnittstellen zwischen Herstellern von Medizinprodukten und der Pflege?
- Welche Kooperationsmöglichkeiten bestehen und wie wirkt sich die Pflegereform auf bestehende
Strukturen aus?
Dr. Andrea Schlosshan, Paul Hartmann AG
12.00 Uhr
Plenumsdiskussion
12.15 Uhr
Mittagessen
13.15 Uhr
Die Pflegereform im Bundestag
- Was ist der aktuelle Stand?
- Welche politischen Diskussionen sind und waren auszufechten?
- Wie sehen die Ergebnisse aus?
Willi Zylajew, MdB
14.00 Uhr
Die Pflegereform aus Sicht der privaten Pflegeeinrichtungen – Chancen und Risiken
- Welche Chancen und Risiken haben die gesetzlichen Änderungen für den bpa?
- Wie sehen sich die privaten Anbieter am Markt? Was können sie umsetzen und was nicht?
Bernd Tews, bpa
14.30 Uhr
Chancen und Risiken aus den sich verändernden Marktbedingungen für freigemeinnützige Träger
- Bringt mehr Geld im System auch eine Leistungsverbesserung?
- Wie bewerten Sie die Reform für die zu Pflegenden?
- Welche Chancen und Risiken sehen die freigemeinnützigen Träger in der Reform?
Dr. Elisabeth Fix, Deutscher Caritasverband
15.00 Uhr
Kaffeepause
15.30 Uhr
Wie bewerten die Kostenträger die Pflegereform?
- Welche Strukturen werden neu geschaffen?
- Wo liegen die Leistungsverbesserungen für den zu Pflegenden?
- Wie entsteht aus Sicht der Kostenträger der Wettbewerb unter den Anbietern?
Paul-Jürgen Schiffer, VdAK/AEV
16.00 Uhr
Gibt es aus Sicht des Deutschen Pflegerates Alternativen zur Pflegereform?
- Chancen und Risiken der Reform für die Pflegefachberufe
- Wer bietet heute welche Leistungen an und welche Änderungen stehen bevor?
Franz Wagner, Deutscher Pflegerat
16.30 Uhr
Plenumsdiskussion
ca. 17.00 Uhr Ende der Veranstaltung
ECKDATEN
Termin
Dienstag, 4. März 2008, 9.30 Uhr
Veranstaltungsort
MARITIM proArte Hotel Berlin
Friedrichstraße 151, 10117 Berlin
Tel. 030 2033-5
Fax 030 2033-4090
E-Mail: info.bpa@maritim.de
Anfahrtsbeschreibung
www.maritim.de - Anfahrtsskizze Hotels Berlin
Teilnahmegebühr
Die Teilnahmegebühr beträgt 395,00 € pro Person zzgl. 19 % MwSt. Inbegriffen sind Mittagessen, Tagungsgetränke sowie die Veranstaltungsunterlagen. Die Teilnahmegebühr wird nach Erhalt der Rechnung ohne jeden Abzug fällig.
Anmeldung
Bis spätestens 28. Februar 2008 (Frist wurde verlängert!) auf diesem Anmeldebogen oder per E-Mail an kuschel@bvmed.de oder am Ende dieser Seite. Die Teilnahme ist nur nach vorheriger Anmeldung möglich, für die Sie eine Anmeldebestätigung per E-Mail erhalten.
Stornierung
Wird eine Anmeldung nicht spätestens fünf Werktage vor dem Veranstaltungsbeginn schriftlich widerrufen, so wird die volle Teilnahmegebühr auch bei Nichtteilnahme fällig.
MedInform behält sich den Wechsel von Dozenten und/oder Verschiebungen bzw. Änderungen im Programmablauf vor. Muss eine Veranstaltung aus Gründen, die MedInform zu vertreten hat, ausfallen, so werden lediglich bereits gezahlte Teilnahmegebühren erstattet. Weitergehende Ansprüche sind ausgeschlossen.
MedInform
c/o Bundesverband Medizintechnologie e. V.
Reinhardtstraße 29 b, 10117 Berlin
Tel. 030 246255-0
Fax 030 28041653
www.medinform.de
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