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Gesundheitspolitik
Gemeinsames Forum in Berlin: Amerikanische Handelskammer und BVMed zeigen Chancen der Medizintechnologie
27.11.2006 - 78/06
SPERRFRIST: Veranstaltungsbeginn, 18.00 Uhr
Auf Einladung der „American Chamber of Commerce in Germany“ (AmCham) und des Bundesverbands Medizintechnologie (BVMed) kamen heute führende Vertreter von Unternehmen und Verbänden aus dem Gesundheitssektor in Berlin zu einer Diskussionsrunde zusammen, um über Stärken und Schwächen des MedTech-Marktes zu diskutieren.
Mit 4,2 Millionen Beschäftigten ist der Gesundheitssektor ein wichtiger und wachsender Markt in Deutschland. 111.000 Menschen sind allein in der Medizintechnologiebranche angestellt. Es ist davon auszugehen, dass die gleiche Anzahl von Arbeitsplätzen in der Zulieferindustrie unmittelbar von der Medizinprodukteindustrie abhängt. Damit ist diese Branche ein nicht zu vernachlässigender Wirtschafts- und Arbeitsmarktfaktor und verfügt über weiteres erhebliches Wachstumspotential.
Der medizintechnische Fortschritt entwickelt sich rasant. Deutschland kann in diesem Bereich von seiner Stärke bei der Integration von Hochtechnologien und klassischer Ingenieurskunst profitieren. Der Umgang mit Innovationen der Medizintechnologie ist eines der wichtigsten Gestaltungsthemen im Gesundheitsmarkt. Durchschnittlich werden rund 7 Prozent des Umsatzes in Forschung und Entwicklung investiert. Für eine erfolgreiche Wahrnehmung von Deutschlands Potential als Kompetenzzentrum im Bereich Medizintechnologie müssen Politik und Wirtschaft am gleichen Strang ziehen. Doch Anton J. Schmidt, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbands Medizintechnologie, sieht erheblichen Handlungsbedarf: „Defizite bestehen in Deutschland bei der Einführung von Innovationen in die Vergütungssysteme, sodass sie dann auch zeitnah beim Patienten ankommen. Gemeinsames Ziel von Kassen und Unternehmen muss es sein, Innovationen, die medizinischen Fortschritt und einen ökonomischen Nutzen bieten, schneller in das System einzuführen.“
Mehr wettbewerbliche Elemente in der Gesundheitswirtschaft sind ebenfalls zentral, um der Medizintechnologie als Zukunftsbranche Raum für Wachstum zu geben. Dafür setzt sich auch Fred B. Irwin, Präsident der American Chamber of Commerce in Germany, ein: „Transparenz, Wettbewerb und Eigenverantwortung sind die maßgeblichen Punkte. Es ist entscheidend für Patienten und für das Gesundheitswesen, dass die Gesundheitspolitik Innovationen fördert und nicht behindert.“
Zur Diskussionsrunde gehörten:
- Rolf Schwanitz, Parlamentarischer Staatssekretär, Bundesministerium für Gesundheit
- Prof. Dr. Norbert Walter, Chefvolkswirt, Deutsche Bank AG
- Rüdiger Strehl, Generalsekretär des Verbandes der Universitätsklinika Deutschlands
- Matthias Borst, Managing Director, Becton Dickinson GmbH
Moderation: Dr. Helmut Kunze, Technologiestiftung Berlin, TSBmedici
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„Gesundheit gestalten“ zum Wohle des Patienten. Das ist das Leitbild der Unternehmen der Medizintechnologie. Sie leisten mehr an Forschungs- und Entwicklungsarbeit, als so mancher Patient ahnt. Die Branche steht im kontinuierlichen Dialog mit Politikern, Kassen und Ärzten. Der Film zeigt in zahlreichen Beispielen, wie medizintechnische Innovationen das Gesundheitssystem langfristig entlasten und wie sie den Patienten auch künftig ohne Verzögerung zur Verfügung gestellt werden können.
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