Gesundheitspolitik

BVMed spricht sich gegen zentrale europäische Medizinprodukteagentur aus

01.09.2000 - 48/00

Wiesbaden. Der Bundesfachverband Medizinprodukteindustrie (BVMed) hat sich gegen die von Frankreich vorgeschlagene Schaffung einer zentralen europäischen Agentur für Medizinprodukte ausgesprochen.


Das Thema ist zurzeit aufgrund des französischen Vorsitzes im Europäischen Rat in der zweiten Jahreshälfte 2000 auf der politischen Tagesordnung.

Eine solche neue Institution könnte sich nach Ansicht des BVMed zu einer zentralen Zulassungsbehörde entwickeln. Dabei bestehe die Gefahr, dass durch die Zentralisierung der schnelle Marktzugang von innovativen Medizinprodukten zusätzlich behindert werde. Ganz im Gegensatz zu dieser Entwicklung müsse es vielmehr das Ziel europäischer und nationaler Bemühungen sein, dass Innovationen in der Medizintechnologie allen Patienten, die sie benötigen, ohne Verzögerungen zugute kommen, so BVMed-Geschäftsführer Joachim M. Schmitt.

Der deutsche Medizinprodukteverband schlägt im regulatorischen Bereich anstelle der Neugründung einer zentralen europäischen Stelle vor, die Kompetenzen des durch die europäische Richtlinie über Medizinprodukte vorgesehenen Ausschusses "Medizinprodukte" (Artikel 7) besser zu nutzen, um die Harmonisierung des Medizinproduktemarktes in Europa voranzutreiben.


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