Medizintechnologie e.V.
Reinhardtstr. 29 b
D - 10117 Berlin
Tel. (030) 246 255 - 0
Fax. (030) 246 255 - 99
info@bvmed.de
Gesundheitspolitik
BVMed begrüßt Initiativen der Bundesregierung zu neuen Finanzierungswegen im Gesundheitswesen
03.05.2000 - 24/00
Bundeskanzler und SPD-Vorsitzender Gerhard Schröder hatte vorgeschlagen, das Gesundheitssystem dadurch zu entlasten, indem die Versicherten mehr Eigenverantwortung übernehmen. "Im Gesundheitswesen steht die Gesellschaft vor der Frage, welche Medizin sie zu welchen Kosten vorhalten kann, und wie der Beitrag der Versicherten zur Erhaltung ihrer eigenen Gesundheit und zur Pflege anderer aussehen kann", schreibt Schröder nach Angaben der Ärzte-Zeitung in einem Beitrag über die "zivile Bürgergesellschaft" in der Zeitschrift "Die Neue Gesellschaft/Frankfurter Hefte". Für den SPD-Vorsitzenden ist "ein Gesundheitswesen ohne finanzielle, geistige und in diesem Fall buchstäblich körperliche Selbstbeteiligung der Versicherten nicht mehr vorstellbar".
Bundesgesundheitsministerin Andrea Fischer hatte vor kurzem Vorschläge unterbreitet, um zusätzliche Finanzierungsquellen für die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) zu eröffnen. Sie hatte u. a. angeregt, Aktiengewinne oder Mieteinnahmen und Lebensversicherungen unter die Beitragspflicht zu fassen.
Der BVMed zeigte sich erfreut darüber, dass mit den Vorschlägen eine "Denkblockade" darüber aufgebrochen werde, wie das Gesundheitssystem zukunftssicher gemacht werden könne. Denn klar sei, dass durch die demographische Entwicklung, den medizinischen Fortschritt und den erweiterten Gesundheitsbegriff in Richtung mehr Lebensqualität die Nachfrage nach Gesundheitsleistungen weiter steigen werde. Deshalb seien alle am Gesundheitswesen Beteiligten aufgerufen, Lösungen für eine breitere Finanzierungsbasis zu finden.
"Ziel einer Reform der Finanzierung des Gesundheitswesens muss es unter anderem auch sein, dass Innovationen in den Medizintechnologien allen Patienten, die sie benötigen, ohne Verzögerungen zugute kommen. Gesundheit - unser höchstes Gut - wird künftig in seiner Wertigkeit weiter zunehmen. Der medizinische Fortschritt wird zu einer weiteren Steigerung der Lebenserwartung und Erhöhung der Lebensqualität beitragen. Wenn wir uns dies alles leisten wollen, müssen wir bereit sein, über optionale Finanzierungsmodelle in der Gesetzlichen Krankenversicherung nicht nur nachzudenken, sondern sie auch einzuführen", so der BVMed-Geschäftsführer.
Diese Inhalte könnten für Sie ebenfalls interessant sein:
- BVMed-Konferenz zur Nutzenbewertung von Medizinprodukten: Verfahrensordnung zur Erprobungsregelung kommt im Juli 2012/ Finanzierung soll über Studienfonds erfolgen
- MedInform-Konferenz zur Kommunikation mit Krankenkassen: „Vertrauen und eine zielgerichtete Kommunikation sind der Schlüssel zur erfolgreichen Zusammenarbeit“
- Innovationsnewsletter der BVMed Initiative „Fortschritt erLeben“ zur Erprobungsregelung und der CE-Zertifizierung
Neu: MedTech-Bilderwelten
Informationsfilm
Medizintechnologien: Gesundheit gestalten
„Gesundheit gestalten“ zum Wohle des Patienten. Das ist das Leitbild der Unternehmen der Medizintechnologie. Sie leisten mehr an Forschungs- und Entwicklungsarbeit, als so mancher Patient ahnt. Die Branche steht im kontinuierlichen Dialog mit Politikern, Kassen und Ärzten. Der Film zeigt in zahlreichen Beispielen, wie medizintechnische Innovationen das Gesundheitssystem langfristig entlasten und wie sie den Patienten auch künftig ohne Verzögerung zur Verfügung gestellt werden können.
> Medizintechnologien: Gesundheit gestalten
Aktuelle Themen
- Dekubitus
- Erhebungsbogen
- Erstattung
- Hilfsmittel
- Homecare
- Inkontinenz
- Kodex
- Medizinprodukte
- Medizinprodukteberater
- Medizinprodukterecht
- Nadelstichverletzungen
- Tracheostoma
- UDI
- Versorgungsstrukturgesetz
- Wundversorgung




