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Elektronische Kommunikation
MedInform-Konferenz zur elektronischen Gesundheitskarte: Homecare-Unternehmen bei Berufsausweisen berücksichtigen
23.10.2006 - 68/06
Markus Hommes von der ASSIST Heimpflege-Bedarf GmbH machte deutlich, wie wichtig die elektronische Gesundheitskarte für die sonstigen Leistungserbringer ist. Ein Homecare-Unternehmen erbringt Dienstleistungen und Therapieabstimmungen mit dem Arzt im ambulanten Bereich. Dabei dreht sich alles um die ärztliche Verordnung. Deshalb sei die Telematik-Anbindung elementar, da sonst mit dem elektronischen Rezept in Zukunft nichts angefangen werden könne, so Hommes. Sowohl der Außendienst des Homecare-Unternehmens als auch der Innendienst müssten dabei Zugriff auf das elektronische Rezept haben. In der Matrix der Personengruppe, die Berufsausweise bekommen, fehlen derzeit noch die Homecare-Unternehmen. Im gemeinsamen Dialog mit den Entscheidern ist der Prozess für die Aufnahme der Homecare-Unternehmen in die Berufematrix jedoch angestoßen.
Mathias Redders vom nordrhein-westfälischen Gesundheitsministerium, Leiter der Bund-Länder-Arbeitsgruppe Telematik, stellte den aktuellen Stand des eHealth-Projekts vor. Ziel sei es, Insellösungen bei der elektronischen Kommunikation im Gesundheitswesen zu vermeiden. Die Telematikstruktur funktioniere dabei nicht ohne den elektronischen Heilberufeausweis (eHBA). Bei 4,2 Millionen Beschäftigten im Gesundheitswesen seien vernünftige Ausgabenstrukturen extrem wichtig. Ein besonderes Problem sei die Ausgabe des eHBA für nicht verkammerte Berufe – und damit auch für die sonstigen Leistungserbringer wie Homecare-Unternehmen. Ein neuer Vorschlag zur Kategorisierung der Berufsgruppen erfasse unter „sonstigen Berufsgruppen“ auch die Homecare-Unternehmen und den Sanitätsfachhandel. Ziel Nordrhein-Westfalens sei die Erfassung aller Gesundheitsberufe in einem zentralen elektronischen Register. Dies werde hoffentlich auch bundesweit in einem nationalen Berufsregister erfolgen, das künftig auch als virtuelles Trustcenter fungieren könnte, so Redders.
Erste Erfahrungen bei der Einführung der elektronischen Gesundheitskarte aus der Testregion Löbau-Zittau stellte Mirko Weißbach vor, Projektleiter bei der AOK Sachsen. Im Lenkungsausschuss des Projekts sei dabei auch ein Fachverband für Orthopädie- und Rehatechnik involviert. Praxiserfahrungen gebe es noch nicht, da die Karte erst im März 2007 ausgegeben werde und derzeit die Vorbereitungen und Testphasen laufen. Sein Fazit: „Für eine zukünftige erfolgreiche Projektarbeit müssen die relevanten Beteiligten – Ministerium, gematik und Testregionen - ein einheitliches Vorgehen definieren und dies auch gemeinsam realisieren.“
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