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Fallstudien
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Fallstudie 7: Gefäßaussackungen im Gehirn: Aneurysmaokklusion
Zusammenfassung der Fallstudie:
- Krankheitsbild: Aneurysma
- Eine neue Behandlungsmethode: Die Aneurysmaokklusion
- Wirtschaftlichkeit
- Vergütung
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Krankheitsbild: Aneurysma
Ein Aneurysma ist eine Ausweitung eines arteriellen Blutgefäßes infolge angeborener oder erworbener Wandveränderungen. Der Verlauf zeigt sich meist asymptomatisch, oftmals handelt es sich um einen Zufallsbefund. In Abhängigkeit von der Lokalisation und Größe können unterschiedlichste Beschwerden auftreten, wie starke Kopfschmerzen, über Sekunden dauernde Lähmungserscheinungen, Veränderung des Sehverhaltens, usw.
Lebensbedrohlich sind oft die Folgen einer Blutung nach einer Aneurysmenruptur, also ein Platzen des Gefäßes im Bereich des Aneurysma, da die Wandung des Blutgefäßes an dieser Stelle nicht mehr ihre ursprüngliche Festigkeit besitzt. Die Folge ist ein Austritt von Blut in das umliegende Gewebe.
Aneurysmen an Gefäßen innerhalb des Gehirns, also intrakranielle Aneurysmen, haben eine Inzidenz von ca. 8 Prozent. Kommt es zu einer Ruptur, tritt Blut in den sogenannten Subarachnoidalraum aus. Man spricht dann von einer Subarachnoidalblutung (SAB). Die Symptome ähneln denen eines Schlaganfalls. Die Sterblichkeitsrate einer SAB ist extrem hoch. Nach Angaben des „Erlanger Schlaganfall-Registers“ versterben innerhalb der ersten 28 Tage etwa 50 Prozent der Patienten.
In der Bundesreplublik Deutschland treten jährlich 6000 SAB’s auf. Es hat sich gezeigt, dass eine möglichst frühzeitige Behandlung des Aneurysma sich prognostisch günstiger auswirkt, da eine erneute Einblutung in den Subarachnoidalraum nach Aneurysmenruptur sehr wahr-scheinlich ist und in den meisten Fällen einen tödlichen Ausgang hat. Die Auswirkungen einer Blutung beginnen in der Regel mit plötzlich auftretenden rasenden Kopfschmerzen, Nackensteife und sehr oft mit Bewusstlosigkeit, die nur kurz andauernd aber auch bleibend sein kann, und Tod.
Die körperlichen Beschwerden, neurologischen Ausfälle oder Lähmungen können sich nach einem Eingriff bzw. einer Ruptur wieder zurückbilden. Aneurysmen werden in drei Gruppen gegliedert: klein: 1-10 mm, groß: 10-25 mm, Riesenaneurysma: 40-100 mm Größe.
Eine neue Behandlungsmethode:
Die Methodik der Aneurysmaokklusion
Eine neue Therapieform zur Behandlung eines intrakraniellen Aneurysma stellt die Verwendung eines Flüssigembolisats dar. Unter Allgemeinnarkose wird eine Arterie in der Leiste punktiert und eine Hohlnadel eingeführt, durch die ein Mikrokatheter mit einem Kaliber von
1 mm unter Röntgen-Durchleuchtungs-Kontrolle bis in die Gefäßaussackung navigiert wird. Über diesen Katheter wird das flüssige Embolisationsmaterial, das vergleichbar mit einem Kleber ist, an den gewünschten Ort injiziert.
Der Zugang der Gefäßaussackung wird während des Einbringens mit einem Mikroballon abgedichtet. Das Embolisat härtet aus und verschließt damit das Aneurysma vollständig.
Gerade bei größeren Aneurysmen und ungünstiger Aneurysmenarchitektur muss der Patient bei der herkömmlichen endovaskulären Behandlungs- methode mit einer Nachbehandlung rechnen. Mit dem Flüssigembolisat werden aufgrund der Erfahrungen keine Nachbehandlungen erwartet, da das Aneurysma vollständig ausgeschaltet wird.
Wirtschaftlichkeit
Da der Eingriff minimalinvasiv ist, führt er in der Regel zu einer Reduzierung der Liegezeit (insbesondere der Aufenthalt in der Intensivstation wird verkürzt).
Vergütung
Die Abrechnung wird über die sogenannten Tagessätze vorgenommen. Ein Sonderentgelt gibt es nicht.
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