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Archiv Veranstaltungen 2005
BVMed-Sonderveranstaltung: Ein Jahr nach dem GMG
Datum: Dienstag, 15.02.2005 09:30 - 16:30
Ort: Berlin
Ein Jahr nach dem GMG:
Veränderungen im Hilfsmittelmarkt –
zukünftige Entwicklungen
ÜBERSICHT
ZUM THEMA
Das Gesetz zur Modernisierung der gesetzlichen Krankenversicherung (GMG) ist vor gut einem Jahr in Kraft getreten. Viele der geplanten Neuerungen sind inzwischen ganz oder teilweise umgesetzt worden. Angefangen von den neuen Zuzahlungsregelungen für Hilfsmittel, über die Umstrukturierung der Selbstverwaltung und insbesondere die Neubildung des Gemeinsamen Bundesausschusses unter Einbeziehung der Patientenvertreter, bis hin zur Gründung des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen, waren die Veränderungen für die Unternehmen der Medizintechnologie maßgeblich.
Nach gut einem Jahr Praxiserfahrung stellt sich die berechtigte Frage, ob die gesetzgeberischen Ziele und die eingeschlagenen Wege den erhofften Erfolg gebracht haben. Die Gesundheitsministerin hat bereits im Sommer 2004 festgestellt: „Die Gesundheitsreform wirkt!“ Schaut man jedoch hinter die Kulissen, muss die Wirkung des GMG, insbesondere bei der Versorgung von Patienten mit Hilfsmitteln, kritisch gesehen werden.
Der Hilfsmittelbereich befindet sich immer noch im Umbruch – ganz im Zeichen des GMG. Der Praxisalltag der Patienten und Leistungserbringer ist inzwischen durch Zuzahlungen, Aufzahlungen, Ausschreibungen, bundesweite Festbeträge, Änderungen bei der Abrechnung sowie durch die damit verbundenen Schwierigkeiten geprägt. Die größten Probleme bei der Umsetzung der gesetzlichen Vorgaben sind zum Teil auf sehr unklare Formulierungen und somit unterschiedliche Gesetzesauslegungen der Krankenkassen zurückzuführen.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen daher folgende Fragen:
Sind die gesetzgeberischen Ziele bei der Umsetzung des GMG erreicht worden?
Welche weiteren Änderungen sind notwendig? Welche Reformen stehen unmittelbar an?
Wie hat sich der Hilfsmittelmarkt aus Sicht der Leistungserbringer und Kostenträger verändert?
Wie wird die Reform von Patienten bewertet? Was können sich Patienten in Zukunft noch leisten?
Was sind die zukünftigen Entwicklungen bei Ausschreibungen und bundesweiten Festbeträgen?
ZIEL DER KONFERENZ
Die Veranstaltung informiert die Mitglieder über den aktuellen Stand der Umsetzung des GMG aus Sicht des Gesetzgebers, der Leistungserbringer, Patienten und Kostenträger.
Die Referenten werden aus den unterschiedlichen Blickwinkeln Stärken und Schwächen des GMG aufzeigen. Vor der Frage „Wo stehen wir heute und wo geht es morgen hin?“ soll die gemeinsame Diskussion mit den Teilnehmern die notwendigen Rahmenbedingungen für die Hilfsmittelversorgung von morgen herausstellen und die zukünftigen Anforderungen an die Unternehmen skizzieren.
REFERENTEN
- Dr. Ulrich Orlowski, Leiter Unterabteilung Krankenversicherung, Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung (BMGS), Bonn
- Carsten Clausen, Prokurist, Fresenius Kabi Deutschland GmbH, Mitglied des BVMed-Vorstands, Bad Homburg
- Thomas Isenberg, Leiter Fachbereich Gesundheit/Ernährung, Verbraucherzentrale Bundesverband e.V. (vzbv), Berlin
- Bernd Faehrmann, Abteilungsleiter Hilfsmittelmanagement, AOK Bundesverband, Bonn
- Carla Grienberger, Referentin, IKK Bundesverband, Bergisch Gladbach
- Oda Hagemeier, Leiterin Referat Homecare, Bundesverband Medizintechnologie e.V. (BVMed), Berlin
- Gerhard Dern, Business Development, InterComponentWare AG, Walldorf
PROGRAMM
Moderation: Joachim M. Schmitt, Geschäftsführer/Mitglied des Vorstands des Bundesverbandes Medizintechnologie e.V. (BVMed), Berlin
09.30 Uhr
Kaffee-Empfang
10.00 Uhr
GMG – Stärken und Schwächen
- Ist die Umsetzung im Sinne des Gesetzgebers erfolgt?
- Notwendige Konkretisierungen und zukünftige Gesetzesinitiativen
Dr. Ulrich Orlowski, BMGS
10.30 Uhr
Dramatische Auswirkungen des GMG auf Industrie- und Handelsunternehmen
- Probleme bei der Umsetzung des GMG (z. B. Zuzahlungen, Begrenzungen im Leistungskatalog, elektronische Abrechnung, Ausschreibungen)
- Wesentliche Veränderungen im Hilfsmittelmarkt, strategische Neuausrichtung
Carsten Clausen, Fresenius Kabi Deutschland GmbH
11.00 Uhr
Kaffeepause
11.20 Uhr
Die veränderte Rolle des Patienten/Mitspracherecht der Patientenverbände
- Patientensouveränität und Eigenfinanzierung – Was ist möglich?
- Erfahrungen aus der Tätigkeit im Gemeinsamen Bundesausschuss
Thomas Isenberg, Verbraucherzentrale Bundesverband e.V. (vzbv)
11.50 Uhr
Qualitätssicherung und Ausgabenreduktion im Hilfsmittelbereich durch das GMG
- Entwicklung der Hilfsmittelausgaben
- Stellung des Gemeinsamen Bundesausschusses – Neufassung der Hilfsmittel-Richtlinien
- Qualitätssicherung bei Hilfsmitteln und in der Leistungserbringung
Bernd Faehrmann, AOK Bundesverband
12.20 Uhr
Diskussion
12.45 Uhr
Mittagessen
14.00 Uhr
Vertragsgestaltung und Festbeträge im Hilfsmittelbereich
- Für welche Produktbereiche wurden Festbeträge eingeführt und wo sind sie geplant?
- Grundlagen für die Festbetragsfestsetzung
- Vertragsgestaltung und Auswirkungen
Carla Grienberger, IKK Bundesverband
14.30 Uhr
Integrierte Versorgung und Ausschreibungen
- Praxisbeispiele und zukünftige Konzepte
- Handlungsmöglichkeiten der Mitglieder
Oda Hagemeier, BVMed
15.00 Uhr
Kaffeepause
15.15 Uhr
Blick in die Zukunft – Einführung der elektronischen Gesundheitskarte
- Aktueller Sachstand zur Gesundheitskarte + eRezept
- Welche Auswirkungen könnte die Karte auf die Hilfsmittel-Leistungserbringer haben?
Gerhard Dern, InterComponentWare AG
15.45 Uhr
Abschlussdiskussion
ca. 16.30 Uhr
Ende der Veranstaltung
TERMIN
Dienstag, 15. Februar 2005, 9.30 Uhr
VERANSTALTUNGSORT
Hilton Berlin
Mohrenstraße 30
10117 Berlin
Tel. (030) 20230
Fax (030) 20234269
Internet:
www.hilton.de/berlin
KOSTEN UND ADRESSATEN DER VERANSTALTUNG
Die Veranstaltung ist kostenfrei und richtet sich ausschließlich an die Mitgliedsunternehmen des Bundesverbandes Medizintechnologie e.V. (BVMed).
ANMELDUNG
Bis spätestens 4. Februar 2005 auf beigefügtem Anmeldebogen oder per E-Mail an kuschel@bvmed.de.
Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.
Die Teilnahme ist nur nach vorheriger Anmeldung möglich, für die Sie eine Anmeldebestätigung per E-Mail erhalten.
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