Archiv Veranstaltungen 2003

EBM 2000plus Der neue Bewertungsmaßstab im ambulanten Bereich

Datum:   Dienstag, 11.03.2003 

Ort: Bonn

BVMed-Sonderveranstaltung

ÜBERSICHT

ZUM THEMA

Die Vertreterversammlung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) hat sich am 31. August 2002 geschlossen zum neuen Einheitlichen Bewertungsmaßstab EBM 2000plus positioniert. Der Weg für die Verhandlungen mit den Krankenkassen im Bewertungsausschuss wurde somit geebnet. Die Spitzenverbände der Krankenkassen präsentierten der Öffentlichkeit ebenfalls einen eigenen Vorschlag für einen neuen EBM.

Die Struktur der beiden Vorschläge ist nahezu identisch. Abweichungen bestehen vor allem bei der Höhe der angesetzten Punktwerte und den Zeitangaben für die einzelnen Leistungen. Auch zum Zeitpunkt der Einführung des EBM bestehen noch unterschiedliche Auffassungen. Aus diesen Gründen ist es zu keiner Einigung beim Ausschuss gekommen und der erweiterte Bewertungsausschuss ist erstmalig einberufen worden.

Der neue EBM 2000plus sieht im Kapitel 40 verschiedene unspezifische und spezifische Sachkostenpauschalen vor. Mit diesen Sachkostenpauschalen sollen u. a. alle Artikel des Praxis- und Sprechstundenbedarfs abgegolten werden, so dass es mit der Einführung des neuen EBM keine separaten Sprechstundenbedarfsregelungen mehr geben wird. Die Krankenkassen stehen diesem Vorschlag positiv gegenüber. Beide Vertragsparteien sind sich darin einig, dass mit der Einführung der Pauschalen eine Einzelverordnung für die dort enthaltenen Produkte nicht mehr möglich sein darf. Dies würde insbesondere die Verbandmittel betreffen. Wie der Ausschluss der Einzelrezeptierung rechtlich umgesetzt werden kann, ist noch unklar.

Jedoch ist jetzt schon abzusehen, dass die Umsetzung dieses Konzeptes gravierende Auswirkungen und Konsequenzen für die Ärzte, Leistungserbringer und Hersteller hätte. Die Beschaffung, Lagerung und Verteilung dieser Produkte müsste komplett neu koordiniert und gesteuert werden. Der Arzt wird nicht nur zum Lotsen durch das Gesundheitswesen, sondern auch zum Vertriebs- und Kaufmann. Für die Leistungserbringer bricht ein Markt völlig weg und die Hersteller müssen ihre Vertriebswege ändern.

Unklar ist auch, wie die optimale und flächendeckende Versorgung durch die Einführung von facharztspezifischen Abrechnungspositionen und durch die Einführung der Sachpauschalen weiterhin sichergestellt werden soll.

ZIEL

Die Veranstaltung soll dazu dienen, alle betroffenen Hersteller und Händler über den neuen EBM und die damit geplanten Änderungen zu informieren sowie auf die Auswirkungen aufmerksam zu machen. Dabei haben die anwesenden Veranstaltungsgäste die Möglichkeit, in der geplanten Podiumsdiskussion ihre individuellen Fragen an die Referenten zu stellen und zu diskutieren.

INHALT

::  Inhalte und Grundlagen des neuen EBM 2000plus
::  Intention der KBV bei den Vertragsverhandlungen
::  Ziele des Kostenträgers mit dem neuen EBM
::  Berücksichtigung von Innovationen im EBM
::  Einführung von Sachkostenpauschalen
::  Vorbeugen von Missbrauch bei den Pauschalen
::  Zukunft des Sprechstundenbedarfs
::  Sachkostenpauschale und Richtgröße des Arztes
::  Auswirkungen für den Arzt und die Leistungserbringer (Händler, Apotheker)

PROGRAMM

Moderation:  Joachim M. Schmitt, Geschäftsführer, BVMed, Berlin
  
09.00 Uhr 
Empfang/Kaffee
  
09.30 Uhr
Der neue EBM aus Sicht der Medizinprodukteindustrie und des Handels
Dr. Helmut Leuprecht, BVMed-Vorstandsmitglied, Lohmann & Rauscher, Neuwied
  
09.50 Uhr
Sicherstellung des Versorgungsauftrags durch den neuen EBM
Dr. Andreas Köhler, Stv. Hauptgeschäftsführer, KBV, Köln
  
10.30 Uhr 
Der neue EBM – Integration des Praxis- und Sprechstundenbedarfs
Rainer Blesenkemper, Sachgebietsleiter, BEK, Wuppertal
  
11.10 Uhr
Kaffeepause
  
11.30 Uhr
Der „Lotse“ und der EBM
Dr. med. Gerd W. Zimmermann, Vorstandsvorsitzender, Deutscher Hausärzteverband e. V. – Landesverband Hessen, Hofheim
  
12.00 Uhr  
Auswirkungen des neuen EBM für die medizinischen Fachhändler 
Birgit Schmidt, Geschäftsführerin, Medica-Nord Vertriebs GmbH, Güstrow
  
12.20 Uhr  
Auswirkungen des Wegfalls der Einzelverordnungen für die Apotheken 
Dr. Rainer Bienfait, Vorsitzender, Berliner Apotheker-Verein e. V., Berlin
  
12.40 Uhr  
Plenumsdiskussion
  
14.00 Uhr 
Abschließender Mittagsimbiss

:: VERANSTALTUNGSORT

GÜNNEWIG HOTEL BRISTOL BONN, Prinz-Albert-Straße 2, 53113 Bonn

:: KOSTEN UND ADRESSATEN DER VERANSTALTUNG

Die Veranstaltung ist kostenfrei.

Sie richtet sich ausschließlich an die Mitgliedsunternehmen des Bundesverbandes Medzintechnologie e. V. (BVMed).

:: ANMELDUNG

Bis spätestens 3. März 2003.
Die Teilnahme ist nur nach vorheriger Anmeldung möglich.
 

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.

Für den Fall der Nichtteilnahme bitten wir Sie um rechtzeitige Absage.

Da die Veranstaltung vollständig ausgebucht ist, sind weitere Anmeldungen nicht mehr möglich.


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